Nach einer Absenz von 66 Jahren erweckt der Alpenverein Rauris rund um Cheforganisator Wolfgang Waraschitz am 19. März die Tradition des Sonnblickrennens wieder zum Leben.

Die Geschichte dieses prestigeträchtigen Rennens geht zurück bis ins Jahre 1894 und hat damit eine längere Historie als das größte Sportevent der Welt – die Olympischen Spiele der Neuzeit. Damals fuhr Wilhelm Ritter von Arlt als Erster vom Gipfel des Hohen Sonnblicks nach Kolm Saigurn ab. 1937 sowie von 1947 bis 1950 führte der Salzburger Landesskiverband vom Gipfel des Sonnblicks die legendären Rennen durch. Auf der Ehrentafel des traditionsreichen Wettkampfes verewigte sich mit Bubi Bradl, der das Rennen 1947 für sich entscheiden konnte, sogar jener Mann, der elf Jahre zuvor als Erster über 100 Meter weit sprang und bis heute als Skisprung-Legende gilt. Den historischen Streckenrekord hält der Tiroler Engele Haider, der 1948 in vier Minuten und 54 Sekunden finishte – allerdings auf leicht verkürzter Strecke.

Nun soll diesem Mythos ein neuer Geist eingehaucht werden. In zwei Kategorien messen sich im März rund 150 Teilnehmer: Anders als vor 66 Jahren müssen die Athletinnen und Athleten dabei allerdings zunächst den Sonnblick mit Tourenski besteigen. Während in der reinen Aufstiegsklasse das Rennen beim Zittelhaus auf 3.106 Metern Seehöhe endet, müssen besonders eifrige Teilnehmer nach dem Aufstieg auch noch die anspruchsvolle Abfahrt bewältigen. Die Strecke führt mitten im Nationalpark Hohe Tauern an einigen Sehenswürdigkeiten wie dem Barbara-Wasserfall, dem Alten Radhaus oder der Rojacherhütte vorbei und bietet damit allen Sportlern auch ein atemberaubendes Ambiente. Besonderen Wert legen die Organisatoren des Rennens auf das Thema Umweltschutz. So führt das Wegwerfen von Abfall auf der Strecke den Rennbestimmungen nach unweigerlich zu einer 60-Sekunden-Zeitstrafe. Begeisterte Tourengeher, die körperlich in guter Verfassung sind, können sich noch bis 10. März auf www.sonnblickrennen.at anmelden, das Startgeld beträgt 45 Euro.

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