Im Langlauf geht Teresa Stadlober als größte österreichische Hoffnungsträgerin bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang an den Start. Die 25-Jährige ist dank starken Leistungen in der laufenden Saison zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen zu zählen. 

In Südkorea plant Stadlober Starts in vier Rennen: Im 10 Kilometer Skatingbewerb will sie ebenso teilnehmen wie über 30 Kilometer klassisch, im Skiathlon und im Teamsprint. In allen drei Einzelrennen rechnet sich die Fünfte der Tour de Ski 2017/18 Chancen aus. Primär will sie die Top-6-erreichen. Aber: „Wenn es noch weiter nach vorne geht, sag ich auch nicht Nein“, meinte Stadlober im Rahmen der ÖOC-Einkleidung im Wiener Marriott-Hotel. Olympia-Edelmetall für eine rot-weiß-rote Langlauf-Dame wäre ein Novum: Noch keine Österreicherin konnte bislang unter den Fünf Ringen das Podest erklimmen. Dass sie bei Großereignissen das Zeug für Top-Ergebnisse hat, stellte die Tochter von Alois Stadlober und Roswitha Steiner im Vorjahr bei den Weltmeisterschaften in Lahti unter Beweis. Im Skiathlon erreichte sie Rang sechs, über 30 Kilometer lief die ÖSV-Athletin auf Platz acht.

Das dichte Wettkampfprogramm wird für Teresa Stadlober zur Herausforderung. Den Teamsprint will die 25-Jährige aber auf jeden Fall mitnehmen, um die Spannung zu halten. Erfreulich ist für sie die mittlerweile größere internationale Aufmerksamkeit, die ihr ob ihrer starken Ergebnisse im Weltcup geschenkt wird. Der Langlaufsport gerät dadurch auch wieder vermehrt in den Fokus heimischer Medien. Teresa wird bei den Spielen in Pyeongchang übrigens nicht die einzige Aktive aus dem Hause Stadlober sein. Auch ihr Bruder Luis schaffte es in den ÖOC-Kader. Nach Mutter und Vater nehmen nun beide Kinder an den Olympischen Spielen teil: „Darauf haben wir schon angestoßen“, so Teresa Stadlober, die nach ihren Bewerben hoffentlich einen weiteren Grund hat, das Glas zu heben.

Foto: ÖOC/Erich Spiess

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