14 Medaillen eroberten Österreichs Olympia-Sportler bei den Winterspielen in Pyeongchang. Fünf Goldmedaillen, drei Silberne und sechs Bronzene machen das Großereignis in Südkorea sogar zu den dritterfolgreichsten Olympischen Winterspielen für die Alpenrepublik – nach Turin 2006 und Albertville 1992. 

Dementsprechend zufrieden ist man auch in der Führungs-Etage des Österreichischen Olympischen Comites. „Wir haben mehr Goldmedaillen als in Sotschi gewonnen, kommen auch in der Gesamtrechnung aller Medaillen nahe an Sotschi heran. Wir sind wirklich zufrieden“, betont ÖOC-Präsident Karl Stoss. Vor vier Jahren war man auf 17 Stück Edelmetall gekommen. „Nicht zufrieden können wir mit den Skispringern sein. Und der Kurs der Ski- und Snowboardcrosser bzw. das Reglement an sich sind kritikwürdig – so kann das sicher nicht weitergehen. Das muss man sich im Detail anschauen“, ergänzt ÖOC-Vizepräsident Peter Schröcksnadel. Die Sportstätten seien ÖOC-Chef de Mission Christoph Sieber zufolge sehr gut gewesen. Problematisch war hingegen die medizinische Notfallversorgung an den Wettkampfstätten.

Gleich sieben Athleten aus dem Olympic Team Austria kehren mit zwei Medaillen um den Hals baumelnd aus dem Fernen Osten zurück: allen voran Marcel Hirscher mit seinen beiden Goldenen aus der alpinen Kombination und dem Riesentorlauf. Der Annaberger war der erfolgreichste rot-weiß-rote Olympionike in Pyeongchang. Auch David Gleirscher, Katharina Gallhuber, Michael Matt, Peter Penz, Georg Fischler und Lukas Klapfer staubten zweimal Edelmetall ab.

Das Resümee in Sachen Austria House fällt trotz mäßigen Interesses am öffentlichen Außenbereich positiv aus. Etwa 12.000 Gäste besuchten den Hotspot während der Winterspiele. „Wir zählten einmal mehr zu den absoluten Hotspots, die Bilder unserer Medaillenfeiern und die Snow-Volleyball-Exhibition gingen um die Welt“, zieht Peter Mennel Bilanz. „Die erhöhten Einnahmen aus Tischverkäufen von internationalen Gästen und Merchandising-Einnahmen gleichen das mangelnde Ergebnis im Außenbereich aus.“ Beeindruckend lesen sich jedenfalls die Verbrauchszahlen des Austria House. 28.800 Mahlzeiten wurden an den 18 Tagen serviert. Darunter waren 5.400 Kaiserschmarren, 3.600 Schnitzel, 3.000 Portionen Brettljausen und 1.200 Steaks. 13.000 Liter Mineralwasser wurden verbraucht. In der im Haus befindlichen Bäckerei wurden 120.000 Stück Gebäck, drei Tonnen Brot, 12.000 Stück Kuchen, 12.000 Stück Kornspitz und 6.000 Portionen Apfelstrudel produziert.

Foto: ÖOC/Erich Spiess

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