Österreichs Kunstbahn-Asse jubeln über zwei WM-Medaillen, in der abschließenden Team-Staffel bleibt Rang sechs. Auch nach dem Rücktritt der Rodel-Ikonen Andreas und Wolfgang Linger, die das Gerät nach den Sotschi-Spielen ebenso ins Eck gestellt haben wie Nina Reithmayer und Manuel Pfister, bleiben die heimischen Schlitten auf Speed und setzen die ÖRV-Erfolgsstory mit zwei WM-Medaillen nahtlos fort.

Peter Penz und Georg Fischler holten in der gestrigen Doppelsitzer-Konkurrenz Silber,Wolfgang Kindl gewann heute im Eiskanal von Sigulda Bronze und damit die erste Herren-Einzelmedaille seit sechs Jahren.

In der abschließenden Team-Staffel muss sich das heimische Quartett mit Rang sechs begnügen, nach einer Bandenberührung von Startläuferin Miriam Kastlunger war der Rückstand für Wolfgang Kindl und das Duo Peter Penz/Georg Fischler zu groß. Gold geht an Deutschland, das damit in drei der vier Olympiadisziplinen den Titel holt.

Nach der Weltmeisterschaft in Sigulda setzen die Rodler ihr Weltcup-Programm am 21./22. Februar in Altenberg fort. Die Saison endet eine Woche später in Sotschi, wo neben dem Weltcupfinale auch die Europameisterschaft gerodelt wird.

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer): „Die Weltmeisterschaft war der erklärte Höhepunkt, wir haben auf dieser Bahn sehr viel trainiert und auch den Formaufbau entsprechend abgestimmt. Wir haben nach den zuletzt gezeigten Leistungen gewusst, dass wir um die Medaillen mitrodeln können, dass es so erfolgreich ausgeht freut mich natürlich besonders. Es zeigt die sehr gute Arbeit der gesamten Mannschaft, wir haben uns in vielen Bereichen gut weiterentwickelt und uns dafür belohnt. Dieses Ergebnis ist die beste Motivation unseren Weg fortzusetzen, noch ist die Saison nicht zu Ende, auch langfristig gesehen haben wir noch einiges vor, es gibt genug zu tun.“

Wolfgang Kindl: „Ich habe mir mit dem Weltcupsieg in Lillehammer bereits vor zwei Wochen einen Traum erfüllt, damit war ich voll gepumpt mit Selbstvertrauen und da mir die Bahn in Sigulda liegt, habe ich mir schon einiges ausgerechnet. Das es Bronze geworden ist, ist einfach nur fantastisch, ich habe im zweiten Lauf voll riskiert, das Material war brutal am Limit, aber es ist aufgegangen. Solche Tage lassen sich nicht planen, die passieren einfach, es war ein sehr knappes und für mich absolut geniales Rennen. Schade, dass es in der Team-Staffel nicht geklappt hat, wir gewinnen und verlieren zusammen, beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt.“

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