Wer nichts perfekt kann, der macht Racketlon… Vor einigen Jahren haben Kritiker bestimmt das gleiche über Triathlon gemault. Die weltweiten Erfolge von Triathlonbewerben haben kritische Stimmen jedoch schnell verstummen lassen. Ein Erfolgslauf, der sich nun auch im Racketlon abzeichnet.

Noch ist Racketlon eine sehr junge Sportart, die gerade erst seit 15 Jahren international organisiert wird und nichtsdestotrotz bereits von 40 Nationen auf höchstem Wettkampfniveau betrieben wird. Racketlon ist ein neu konzipierter Bewerb, der sich aus den vier Racketsportarten Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis zusammensetzt und jeweils das Beste herausgepickt hat. Das Wettkampfformat verspricht mehr Spannung als jede Sportart für sich allein. Ähnlich wie beim Tie-Break-Tens, das sich die Tennisszene übrigens vom Racketlon abgeschaut hat, wird um jeden Punkt gekämpft denn jeder Punkt kann entscheiden. In jeder Disziplin werden 21 Punkte gespielt. Die erreichte Punktezahl wird addiert, wodurch jeder noch so kleine Vorteil in einer Sportart den entscheidenden Vorsprung ausmachen kann. Ab 25. August wird die größte Racketlonveranstaltung aller Zeiten über die Bühne gehen. Kaum zu glauben aber das Ganze findet in Österreich – in Wiener Neudorf und Wien – statt. Spätestens ab da wird vielen Leuten Racketlon ein Begriff sein, denn die Vergabe dieser Großveranstaltung kommt nicht von ungefähr. Bereits seit einigen Jahren kämpft Österreich um Medaillen bei Weltmeisterschaften mit und zählt auch in diesem Jahr bei der Euro in Österreich zum engsten Favoritenkreis.

Geschuldet ist dieser Umstand vor allem einem – im positiven Sinne – Verrückten, und zwar Marcel Weigl, der auch liebevoll Mr. Racketlon gennant wird und vor vielen Jahren den Sport aus Skandinavien nach Österreich importiert hat. Ohne ihn würde es den Sport in Österreich vermutlich nicht geben. Er selbst kommt aus dem Sport- und Eventmarketing und hat dafür gesorgt, eine funktionierende Organisationsstruktur hinter dem Sport aufzubauen. Marcel Weigl: „Ich bin eigentlich ein Kicker, aber ein Sport allein war mir immer zu fad. Ich glaube, dass es da vielen Leuten so geht. Beim Racketlon taugt mir vor allem die Komponente, dass du dich innerhalb von wenigen Minuten umstellen musst. Ein neuer Court, ein neuer Schläger, neue Schuhe und neues Glück. Langsam reinkommen gibt es beim Racketlon nicht.“ Aber nicht nur auf organisatorischer Ebene ist der Racketlon Sport in Österreich weltmeisterlich. Mit Christine Seehofer, der amtierenden Weltmeisterin, und Lukas Windischberger, der Nummer drei der Welt, ist auch der Kampf um die Medaillen auf sportlicher Ebene eröffnet. Christine Seehofer: „Racketlon ist unglaublich abwechslungsreich – man muss um jeden Punkt kämpfen. Das macht unseren Sport natürlich sehr spannend.“ Während der Euro von 25.-28.8 sowie vom 30.8-3.9. rechnet man bereits mit einem hohen Zuschauerandrang, da man vor allem mit der Center Court Arena mit einem eigens aufgebauten Squash-Glas-Court im City & Country Club am Wienerberg in Wien ein besonderes Highlight bieten wird. Alle Infos zur EM auf:  www.euro.racketlon.at
Die Finalspiele gibt es Live im ORF .

FOTOS fairplayfoto.net
TEXT Matthias Stelzmüller

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