Als letzter Österreicher hatte David Gleirscher einen Startplatz für den olympischen Einsitzer-Bewerb der Rodler in Pyeongchang erobert. Nun holte er am Sonntag im Alpensia Sliding Centre Medaille Nummer eins für Österreich – und sie glänzte in Gold.

Nach dem ersten von vier Läufen war der Sensations-Olympiasieger bereits voran gelegen. Zur Halbzeit rutschte er auf den Silber-Rang ab, vor dem Finale war er Dritter. Doch am Ende überstrahlte er alle. Es machte den Anschein, als wäre dem Deutschen Felix Loch der Sieg nicht mehr zu nehmen, aber just im allerletzten Durchgang leistete sich der Bayer einen großen Schnitzer und viel auf Rang fünf zurück. Silber ging an den US-Amerikaner Chris Mazdzer, Bronze gewann Johannes Ludwig aus Deutschland.

Während Loch das dritte Einzelgold im Grande Finale vergab, stand Gleirscher bislang im Weltcup noch nie auf dem Podest. Als Personal Best steht ein vierter Rang zu Buche. Ohne einen einzigen Weltcup-Stockerplatz krönte sich der Tiroler zum Olympiasieger. Mit seinem Triumph sorgte der 23-Jährige, der seit sieben Monaten auch Vater ist, für den ersten Olympiasieg eines Österreichers im Herren-Einsitzer seit genau 50 Jahren.

Der ursprünglich stärker eingeschätzte Teamkollege Wolfgang Kindl beendete den Wettkampf an der neunten Stelle. Reinhard Egger wurde 15. Das große Ziel des Rodelverbandes, zwei Medaillen zu gewinnen, ist damit schon zur Hälfte erreicht. Drei weitere Gelegenheiten verbleiben: Der Damen-Einsitzer steht ebenso noch auf dem Programm wie der Doppelsitzer-Bewerb und die Teamstaffel.

Bereits vor David Gleirscher hatte Biathlet Julian Eberhard im Sprint eine Medaille nur um einen Hauch verpasst. Der Salzburger musste sich nach 7,5 Kilometern und zwei Schießeinheiten mit Rang vier begnügen – mit nur 7 Zehntelsekunden Rückstand auf Bronze.

Foto: ÖOC/Erich Spiess

 

 

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.