Von Rekorden über eingeölte Oberkörper bis hin zu fehlendem Make-up: Auch abseits der Wettkämpfe sorgten die Olympia-Stars in Pyeongchang für Aufsehen. 

Die Tschechin Ester Ledecka schaffte in Südkorea mit Gold im alpinen Super-G und dem Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder sicherlich den größten sportlichen Spagat. Bei der Sieger-Pressekonferenz nach ihrem Sensationserfolg eroberte „STR“ mit ihren humorvollen Antworten auf Anhieb die Sympathie der Journalisten. So nahm die Tschechin beispielsweise ihre Skibrille nicht ab. Der Grund dafür war simpel: „Ich trage kein Make-up“, war Ledecka nicht darauf vorbereitet. Auch der Vergleich zwischen Ski alpin und Snowboard ist für die Doppel-Olympiasiegerin einfach: „Na ja, es geht beides bergab.“

Langläuferin Marit Björgen krönte sich in Pyeongchang zur erfolgreichsten Winter-Olympionikin aller Zeiten. Achtmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze gewann die Norwegerin in ihrer Karriere im Zeichen der Fünf Ringe. Dass sie ihre achte Goldene – für den Sieg über 30 km klassisch – im Rahmen der Schlussfeier entgegen nehmen durfte, war das Tüpfelchen auf dem I. Bei der selben Medaillenverleihung hätte auch eine Österreicherin dabei sein können. Teresa Stadlober bog auf Silberkurs liegend jedoch in die falsche Schleife ab – die wohl bitterste Szene der Winterspiele.

Pita Taufatofua aus Tonga wurde im 15-km-Rennen der Langläufer nur 114. unter 119 Startern. Warum ist seine Teilnahme aber doch an dieser Stelle eine Erwähnung wert? Wie schon bei den Sommerspielen 2016, wo er im Taekwondo angetreten ist, war der 34-Jährige auch in Pyeongchang wieder Fahnenträger des Inselstaates. Trotz klirrender Kälte mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erfüllte Taufatofua diese ehrenvolle Aufgabe mit entblößtem und eingeöltem Oberkörper – und im Baströckchen. Den Medien hatte er zuvor erzählt, aufgrund der Wetterbedingungen diesmal voll bekleidet einzumarschieren. Mit der Überraschung hatte der Exot die Aufmerksamkeit auf seiner Seite!

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