Eine Sportveranstaltung in Österreich einmal groß aufzuziehen ist etwas besonderes. Das ganze aber 30 Jahre in Folge, in einer kaum älteren Sportart zu bewerkstelligen, grenzt an ein Wunder. Auch in diesem Jahr soll der AUSTRIA TRIATHLON in Podersdorf (1. bis 3. September 2017) wieder ein Spektakel der Sonderklasse werden.

Die Geschichte des Triathlonmärchens startete vor gerade erst einmal 43 Jahren in San Diego. Seitdem drängen sich die Massen in diesen Sport und kämpfen um die heißbegehrten Startplätze bei den Prestigeveranstaltungen der Triathlonwelt. So auch in Podersdorf. Vor 30 Jahren, bei der Erstauflage, sah die Welt allerdings noch ganz anders aus. Die mutigen Österreicher Kurt Mitschko und Marcel Skala fassten sich ein Herz und beschlossen mit dem AUSTRIA TRIATHLON ein eigenes Veranstaltungsformat aufzuziehen. Von den Massen fehlte damals jedoch noch jede Spur. Ganze 37 Teilnehmer quälten sich bei der Erstauflage am Neusiedlersee. Auch die technischen Möglichkeiten waren damals noch wortwörtlich aus einem anderen Jahrtausend, denn gestoppt wurde noch für jeden Starter einzeln per Handstoppuhr. Die schnellste Zeit: 9:51:49 Stunden aufgestellt von Wolfgang Schattauer, der seit einem schweren Unfall querschnittsgelähmt ist und mittlerweile zu den besten Handbikern der Welt zählt und bei Paralympischen Spielen aufzeigt.

Wie ein Phönix aus der Asche waren nach nur drei Jahren nach der Premiere bereits 300 Teilnehmer am Start und das obwohl der Neusiedlersee so eiskalt war, dass die Schwimmstrecke kurzfristig auf die Laufstrecke “verlegt” wurde. Seit den ersten Jahren ist nicht nur die Veranstaltung um ein vielfaches gewachsen, sie hat auch aufgrund der schnellen Radstrecke international für Aufmerksamkeit gesorgt und Topstars wie Faris Al-Sultan angezogen. Daher verwundert es auch nicht, dass der AUSTRIA TRIATHLON, vor allem was die Beliebtheit angeht, zu den drei größten Triathlons in Österreich zählt. Dennoch konnte die Veranstaltung die familiäre Atmosphäre beibehalten und für alle Altersgruppen ein spannendes Programm bieten. Übrigens: wer beim AUSTRIA TRIATHLON die Bestzeit anvisieren will, muss sich an Georg Swoboda messen, der vor 3 Jahren mit einer Fabelzeit von 8:07:21 Stunden angeschrieben hat. Jemand der so eine Veranstaltung organisiert hat natürlich selbst den Hang sich zu quälen. Im Falle von Kurt Mitschko gab es scheinbar eine besonders gute Beziehung zu den Qualen des Sports, denn er selbst zählte zu den Finishern des Race across Americas. Nach seinem viel zu frühen Ableben hat sein Sohn Daniel Döller gemeinsam mit seinen Brüdern Max und Tim das Ruder übernommen, um die lange Tradition des Spitzensports in Podersdorf weiterhin vorzuleben. Unabhängig von der schönen Landschaft und der abwechslungsreichen Streckenführung wird beim AUSTRIA TRIATHLON auch der österreichische Staatsmeistertitel in der U23, bei den age groupern und natürlich in der Elite vergeben. Man hält sich zwar noch ein wenig bedeckt, aber das 30 jährige Jubiläum dürfte einige besondere Überraschungen für alle TeilnehmerInnen (insbesondere mit etlichen Goodies in den Startersäckchen!) und Zuseher parat halten.

http://www.austria-triathlon.at

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