Markus Fuchs und Alexandra Toth sind bei der Leichtathletik Europameisterschaft über 100 Meter in der ersten Runde ausgeschieden. Toth erklärte, dass sie absichtlich nicht über ihre Konkurrentinnen Bescheid wusste. 

von Benjamin Poller aus Berlin

„Bei uns kann alles passieren“, erklärte Markus Fuchs am Tag vor seinem Rennen. Er sollte Recht behalten: „Steht auf für Österreich“ – Gesänge im Berliner Olympia Stadion: das war wohl nicht zu erwarten – auch wenn die Anfeuerungen nur von einigen wenigen Österreich-Fans kamen.

Fuchs befand sich zu diesem Zeitpunkt noch am anderen Ende des Stadions und startete dann in seinen Lauf über 100 Meter. Dabei hatte er nach dem Start eine gute Phase, fiel nach dieser aber deutlich zurück: Er habe keine Idee, „wo ich den Schritt verloren habe“, meinte er. Den letzten Teil des Laufs beschrieb er als „ganz mies“ und „grottenschlecht“. Dennoch spiegele das Ergebnis die Startliste wieder, „von dem her darf man nicht unzufrieden sein“, erklärte Fuchs, für den eine Zeit von 10,57 Sekunden vermerkt wurde.

Toth erzählte, dass sie sich zuvor absichtlich nicht darüber informiert hatte, gegen welche Läuferinnen sie antreten würde. Sie hätte nur über eine Konkurrentin Bescheid gewusst – aufgrund von Instagram.

Ihren Start fand sie sehr gut, doch „je länger das Rennen geworden ist, desto schlechter ist es leider geworden“. Der Grund: Ihr Oberschenkel hätte sich bemerkbar gemacht, darüber hinaus hätte sie „den Fokus verloren“. „Schade, dass es keine 60 Meter sind“, meinte sie.

„Zurückgefallen“ – diese Beschreibung traf somit auch auf Toth zu. Ein Blick auf die Ergebnisliste könnte bei ihr für gemischte Gefühle sorgen: Weniger als 0,1 Sekunden fehlten demnach zum Aufstieg. 

Beitragsbild: Berlin Leichtathletik-EM 2018 GmbH

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