Es war ein hartes Stück Arbeit für Mensur Suljovic, bevor er sich zum zweiten Mal in seiner Karriere in das Achtelfinale der PDC-Weltmeisterschaft in London spielte. Gegen Joe Murnan stand er mehrfach mit dem Rücken zur Wand, kam aber immer wieder zurück und siegte schlussendlich doch noch mit 4:3 in Sätzen.

Österreichs Nummer eins hatte vor allem beim Scoring Probleme und bekam das Match zu keiner Zeit wirklich in den Griff. Der englische Herausforderer wurde mit Fortdauer der Partie immer besser und hat am Ende auch einen leicht besseren Schnitt pro drei Darts. Er verpasste jedoch insgesamt 38 Doppel und das war zu viel, um gegen Suljovic zu bestehen. In einer kuriosen Partie, die vor allem von ihrer Spannung lebte, verpassten beide Spieler außerdem einen 9-Darter. Durch diesen Sieg ist Österreichs Topspieler jetzt die Nummer 20 der Welt.

Schleppender Start mit positivem Ausgang

Suljovic startete furios mit einem 160er-Finish, konnte diesen Schwung aber danach nicht mitnehmen. So meldete sich auch Pallett mit einem 61er-Checkout im Spiel an. In 18 Darts holte sich der Wiener die Führung zurück, Palletts Antwort war ein ungefährdeter 14-Darter. So ging gleich der erste Satz in ein fünftes Leg. Hier scorte Suljovic deutlich besser und kam mit einem 14-Darter sicher zum 1:0.

Pallett am Drücker

Weiter ging es mit einem 16 Darter für Pallett, bevor beide auf die Doppel federn ließen und Suljovic ausglich. In den nächsten beiden Legs bekam der „Gentle“ jeweils eine Gelegenheit, um auszuchecken. Er verwarf jedoch beide und der Gegner sicherte sich, begleitet von einem 120er-Finish, den Satzausgleich. Anschließend kam der gebürtige Serbe nicht mehr hinterher und traf zu wenige Trebles. So holte sich Pallett ungefährdet und ohne Legverlust das 2:1 in den Sets. Zunächst brachte er 81 für einen 12-Darter auf Null, dann folgten ein 14- sowie ein 18-Darter.

Acht perfekte Darts

Suljovic schaltete daraufhin gleich mehrere Gänge höher. So warf er eine 174, eine 180 und verpasste die 147 für den 9-Darter nur hauchdünn auf der Doppel-18. Am Ende wurde es immerhin ein Weltklasse 10-Darter. In 17 Darts erhöhte er auf 2:0, ehe Pallett mit einem 15-Darter noch einmal verkürzte. Nachfolgend ließ der Engländer aber drei Chancen für ein weiteres Leg ungenutzt und Suljovic staubte in 17 Darts zum 2:2 ab.

Mit einer 180 und einem 124er-Finish eröffnete der 43-Jährige den nächsten Satz ebenfalls erfolgreich. Pallett warf kurz darauf auch ein Maximum und hielt sein Service mit einem 16-Darter. Viele verpasste Doppel auf beiden Seiten prägten das dritte Leg, ehe der britische Herausforderer das Break schaffte. Nun hatte er die Darts, war gut unterwegs und stellte sich 40 Rest nach nur zwölf geworfenen Pfeilen. Die Nummer 47 der Welt konnte allerdings drei Satzdarts nicht im gewünschten Doppel unterbringen. Suljovic war nach einer 180 mit einem 13-Darter zur Stelle und breakte damit wieder zurück. Palletts Antwort waren drei 140er nacheinander, bevor er allerdings den vierten Satzdart am Bullseye vorbei warf. Suljovic nahm die Einladung an und machte 64 auf der Doppel-14 zu. Damit hieß es 3:2 für ihn.

Ausgleich im Eiltempo

Im folgenden machten beide Spieler mit einem 14-Darter weiter, Suljovic streute dabei eine 171 ein. Pallett blieb auf dem Gaspedal und startete das nächste Leg mit zwei 180ern. Auch er war acht Darts lang auf dem Weg zum perfekten Spiel, traf zum Abschluss allerdings die Doppel-12 nicht und musste sich mit einem 12-Darter begnügen. Dafür war er auch im Anschluss voll auf der Höhe und kam nach der nächsten 180 in 15 Darts zum 3:3.

Zwei hohe Finishes machen den Unterschied

Der entscheidende siebte Durchgang begann mit einem weiteren Maximum für Pallett, der mit einem fantastischen 11-Darter direkt ein Break klar machte und seinen Kontrahenten bei 252 Punkten stehen ließ. Das nächste Zeichen setzte der Underdog mit seiner achten 180, jagte jedoch zwei Darts zum möglicher Weise vorentscheidenden 2:0 an der Doppel-8 vorbei. Unter großem Druck checkte Suljovic im Gegenzug 102 und war damit wieder voll im Geschäft. Seine erst vierte 180 und ein 13-Darter brachten den Österreicher gleich darauf ganz nah an den Sieg heran. Ein 84er-Checkout auf dem Bullseye beendete eine wahre Nervenschlacht zu Gunsten von „The Gentle“.

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