Ehe sich die Vorbereitung der rot-weiß-roten Skicrosser auf die kommende WM-Saison ab Mitte September auf die europäischen Gletscher verlagert, absolvierte das Team von ÖSV-Headcoach Gerold Posch noch einen Trainingskurs in der Steiermark. Dabei wurde nicht nur im konditionellen Bereich gearbeitet, sondern es standen auch Einheiten auf dem Programm, um die im Skicross so wichtige Reaktionsfähigkeit zu schärfen.

Auf der BMX-Strecke in Mühlen verlegten das steirische Trio Katrin Ofner, Sandro Siebenhofer und Robert Winkler, die Oberösterreicher Johannes Rohrweck und Daniel Traxler, der Niederösterreicher Johannes Aujesky sowie der Tiroler Fabian Huber die Windschattenduelle und Überholmanöver auf den Asphalt. „Dieser Parcours verfügt mit Wellen und Steilkurven genau über jene Elemente, die wir auch im Winter zu bewältigen haben. Wie auf der Piste ist es auch hier sehr wichtig, die einzelnen Passagen gut zu treffen, um ordentlich Tempo aufbauen zu können“, erklärte Katrin Ofner, die zusammen mit ihren Teamkollegen auch auf der Sommerrampe am Red-Bull-Ring in Spielberg an der Starttechnik feilte. Diese Anlage wurde übrigens nach Plänen der 26-jährigen Steirerin errichtet.

Im „Champions Sports Center“ in Graz machte Mixed-Martial-Arts-Trainer Michael Ettl die Skicrosser wiederum mit verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Ringen und Techniken der Selbstverteidigung vertraut. „Abgesehen davon, dass dieses Training sehr kräfteraubend war, ging es dabei vor allem darum, den Gegner nie aus den Augen zu verlieren und selbst erfolgversprechende Aktionen zu setzen. Genau darauf kommt es auch auf einer Skicross-Strecke an“, betonte Johannes Rohrweck. Bei der abschließenden Paintball-Runde im Schwarzl-Freizeitzentrum kam dann auch der Spaß nicht zu kurz.

„Es war uns wichtig, vor dem Beginn des Gletschertrainings noch einmal bewusst andere Trainingsreize zu setzen. Das Programm war sehr intensiv und abwechslungsreich. Die Athleten haben bei allen Einheiten vollen Einsatz gezeigt. Ab Mitte September gilt es beim Schneetraining auf den Gletschern, skitechnisch die Basis für eine erfolgreiche Saison zu legen“, sagte Gerold Posch.

Der Weltcupwinter beginnt am 9. und 10. Dezember 2016 mit zwei Rennen in Val Thorens (FRA). Am 17. Dezember macht der Skicross-Tross wieder im Montafon Station. Der Bewerb am Hochjoch ist heuer im Rahmen eines großen Weltcup-Wochenendes in zwei Rennen der Snowboardcrosser (Einzel am 16. Dezember, Team am 18. Dezember) eingebettet. Abschließender Saisonhöhepunkt für die Posch-Schützlinge ist am 18. März 2017 der WM-Showdown in der spanischen Sierra Nevada.

Foto: ÖSV

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