Österreichs amtierender Racketlon-Staatsmeister Lukas Windischberger spielte in Prag ein enorm starkes Turnier. Bei den IWT Czech Open im Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis von 15. bis 17. April brachte es der Groß-Engersdorfer auf drei Finalteilnahmen: Herren-Einzel, Herren-Doppel und Mixed-Doppel. Zwei Konkurrenzen entschied der 24-Jährige für sich.

Österreicher-Duo wiedervereint
Im Herrendoppel traten die beiden besten Österreicher wieder gemeinsam an: Lukas Windischberger und Michi Dickert. Im Jänner hatte es noch einen Disput der beiden im Endspiel von Wien gegeben; ob sie weiterhin ein Doppel bilden würden, war ungewiss. Dickert fragte Windischberger kurz vor Nennschluss, ob dieser sich ein gemeinsames Antreten in Prag vorstellen könnte. Lukas zögerte nicht lange und sagte zu. Die Partnerschaft stellte sich als gewohnt fruchtbar heraus: Das Duo holte den zweiten Saisontitel nach Wien im Jänner. „Wir waren locker, ohne den Fokus zu verlieren. Das hat Spaß gemacht“, resümierte Dickert, der niederösterreichische Sportler des Jahres.

WM als Ziel für Seehofer-Windischberger
Auch im Mixed war Windischberger nicht zu schlagen. Er hatte mit der Weltranglistenersten Christine Seehofer auch die bestmögliche Partnerin im Feld. Das Duo setzte sich im Endspiel gegen Michi Dickert und Natalie Paul durch. „Chrisi und Luki sind ein sehr gutes Doppel. Heute waren sie im Squash und im Tennis zu stark“, analysierte Dickert. Windischberger zum Erfolg: „Unser Ziel ist die WM im Sommer. Da wollen wir gewinnen. Den Sieg in Prag hatten wir uns ebenso fest vorgenommen!“

Nur Ratzer zu stark
Auch in der Einzelkonkurrenz war alles für Windischberger gelaufen: Bis zum Semifinale hatte die Nummer drei der Setzliste wenig Mühe. Dort kam es erneut zum Duell mit Michi Dickert. Und erneut war es eine enge, umkämpfte Partie: TT: 14-21, BA: 21-16, SQ: 21-11, TE: 14-14. Mit acht Punkten Vorsprung war Windischberger nach einer starken Squash-Leistung ins Tennis gegangen. Dort war die Fehlerquote von Dickert letztlich zu hoch, bei 14 beide war die Partie entschieden. Im Endspiel wartete erwartungsgemäß Tour-Dominator, Welt- und Europameister und Weltranglisten-Leader Jesper Ratzer. Der Däne zeigte seine Klasse, ließ der Nummer vier der Welt keine Chance und machte bereits vor dem Tennis alles klar. „Leider war die Partie eigentlich schon nach dem Tischtennis entschieden, weil ich nur sieben Punkte gemacht habe. Squash hätte ich fast gewonnen – das gibt mir Motivation für die nächsten Duelle mit Ratzer“, so Windischberger. Michi Dickert wurde dritter.

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