Das Warten hat ein Ende und die Klippenspringer sind bereit, in den letzten zwei Stopps der World Series 2014 den Besten der Saison zu ermitteln. Mit drei Wettkämpfen in vier Wochen war der Juli ein intensiver Monat und die Sommerpause wohlverdient.

Wieder zurück zur Tagesordnung erwartet die Springer in baskischen Bilbao ein einzigartiges 27-Meter-Springen von der Brücke “Puente de la Salve”, baulich verknüpft mit der dreieckigen Architektur des Guggenheim Museums. Der Amerikaner Steven LoBue konnte beim fünften Stopp seinen ersten Sieg in zwei Jahren erringen und damit in der Gesamtwertung entscheidend auf den Führenden Gary Hunt aufholen. Der dreifache Champion will seinen Titel zurück, mit einem Punkteunterschied von nur 130 Punkten auf den Positionen zwei bis fünf ist ein spannender Herbst garantiert!

Mit seinem zweiten Karrieresieg hat der 29-jährige LoBue auf den Azoren seinen Anspruch auf den diesjährigen World Series Titel erhoben. Der Kolumbianer Orlando Duque und der drittplatzierte David Colturi aus den USA haben in Portugal ebenso ihre besten Leistungen des Jahres erbracht. Während der Gesamtführende Gary Hunt zum ersten Mal in seiner Karriere den Einzug ins Finale verpasste und das Springen auf einem enttäuschenden elften Rang beendete, erging es seinem im Vorfeld größten Herausforderer, Jonathan Paredes, mit dem zehnten Platz kaum besser – was bedeutet, dass bei den finalen zwei World Series Wettkämpfen in diesem Jahr noch alles möglich ist. Wer ist der stärkste und kompletteste Springer der aktuellen Klippensprungsaison? Spanien wird einen ersten Hinweis liefern.

Der Veranstaltungsort Bilbao liegt an der nördlichen Spitze der iberischen Halbinsel, weniger als 20 Kilometer südlich des Golfs von Biskaya und in einer der bevölkerungsreichsten Großstadtregionen Nordspaniens. Seit dem 14. Jahrhundert ist Bilbao ein Handelszentrum, hat starke Industrialisierung erfahren und mit der Eröffnung des ikonischen Guggenheim Museums einen sozialen, wirtschaftlichen und ästhetischen Wiederbelegungsprozess gestartet. Der Schauplatz des Klippenspringens – der offizielle Name der Brücke lautet “Prinz und Prinzessin von Spanien Brücke” – erlangte durch den Bau des Guggenheim Museums, dessen Strukturen mit jenen der Brücke verschmelzen, Popularität.

Die Brücke, die gewöhnlich die heimkehrenden Seeleute willkommen heißt, dient nicht nur den zehn permanenten World Series Athleten als Absprungort für den drei Sekunden dauernden freien Fall, sondern auch für vier Wildcardspringer. Anatoliy Shabotenko aus der Ukraine, der Italiener Alessandro De Rose, Cyrille Oumedjkane aus Frankreich und das kolumbianische Talent Miguel Celis werden ihre Fähigkeiten demonstrieren, wenn sie mit einer Geschwindigkeit von 85 km/h in den Fluss Nervión eintauchen.

Am 20. September um 14:30 Uhr Ortszeit stellen die furchtlosen Klippenspringer ihren beeindruckenden Sport aus atemberaubender Höhe erstmals dem spanischen Publikum vor.

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