Der Teambewerb der Kunstturn-EM in Bern verlief für Österreichs Frauen viel stärker als erwartet – und besser als je zuvor. Lisa Ecker, Jasmin Mader, Olivia Jochum , Katharina Puffer und Tamara Stadelmann erreichten den 13. Rang. Das ist eine Position besser als der bisherige ÖFT-EM-Rekordrang 14 aus 2014 und 2008.

Dabei waren die Vorzeichen im Feld aus 36 Ländern eher negativ gewesen. Das österreichische Turnerinnen-Team ging stark ersatzgeschwächt in diese EM. Doch „Lisa Ecker und Jasmin Mader turnten einen perfekten Wettkampf und haben die anderen drei voll motiviert“, freute sich ÖFT-Sportdirektorin Eva Pöttschacher am Ende über den Erfolg. Der für die Olympischen Spiele in Rio qualifizierten Lisa Ecker gelang erneut eine Verbesserung ihres persönlichen Rekords. 53.857 Mehrkampfpunkte sind eine Steigerung gegenüber ihrer bisherigen internationalen Bestmarke um über sechs Zehntel: „Ich bin auf meine heutige Leistung wirklich sehr stolz. Das war ein echt toller Wettkampf. Unser Team war einfach Klasse und die Stimmung super!“.

Jasmin Mader erzielte mit 51.899 Zählern ebenfalls eine persönliche Mehrkampf-Bestmarke auf internationaler Turnbühne. Sportdirektorin Pöttschacher: „Bis auf zwei Stürze vom Schwebebalken gleich zum Auftakt, die uns einen Gesamtrang gekostet, aber nicht aus dem Konzept gebracht haben, hat jede Übung von uns voll gepasst. Mein Dank gilt dem gesamten Betreuerstab vor Ort und allen Heimtrainern.“

Nationaltrainer Laurens van der Hout fasst zusammen: „Diese Mannschaft hat optimal geturnt. Darauf dürfen alle sehr stolz sein. Wir haben nicht gerechnet, sondern einfach unsere Arbeit gemacht. Jasmin und Lisa haben die Mannschaft mit ausgezeichneten Leistungen ins Schlepptau genommen. Die Debütantinnen Katharina und Tamara haben dadurch auch in Ruhe turnen können. Lisa hat gezeigt, dass sie für Olympia bereit ist.“ Für die besten acht Teams und die besten acht Einzelturnerinnen pro Gerät bedeutete der heutige Wettkampf die Qualifikation für die Finalbewerbe am Wochenende. Großbritannien lag in der Länderwertung vor Russland und der Schweiz.

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