Zehn Tage bleiben Österreichs Triathleten noch, um einen internationalen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2016 zu ergattern. Nach zwei Qualifikationsjahren ist mit dem nächstwöchigen WM-Serienrennen in Yokohama (JPN) und den Weltcuprennen dieses Wochenende in Huatulco (MEX) bzw. Cagliari (ITA) der lange Qualifikationsprozess für die Triathleten abgeschlossen. An der sonnigen mexikanischen Pazifikküste werden daher neben Julia Hauser bei den Damen, Thomas Springer (Vorjahresdritter), Alois Knabl und Lukas Hollaus bei den Herren am Sonntag alles versuchen, um die notwendigen „Big Points“ für ihren großen Traum zu erreichen. Schützenhilfe gibt es dabei von Lisa Perterer und Lukas Pertl, die bei der Weltcuppremiere auf Sardinien versuchen werden, mögliche Konkurrenten der vier auf Distanz zu halten.

Mehrmals um den Globus sind Österreich Athleten gejettet, um einen der heiß begehrten 55 Startplätze im Damen bzw. Herrenfeld von Rio zu erreichen. Wie sieht es aber nun in der Olympiaqualifikation vor den letzten beiden Rennen aus? Wer hat noch welche Chancen um ein Ticket nach Brasilien buchen zu können?

Perterer und Vilic mit vollem Fokus auf das Sommerspektakel
Für Lisa Perterer und Sara Vilic ist der Qualifikationsdruck abgehakt. Beide können nicht mehr aus der Olympia-Rangliste verdrängt werden. Mit Topergebnissen in den letzten beiden Jahren hat sich das Duo eine komfortable Ausgangsposition gesichert und kann voll fokussiert auf den Olympischen Damenbewerb am 18. August hinarbeiten.

Alles möglich bei den Herren
Anders die Situation für Thomas Springer, Lukas Hollaus und Alois Knabl. Alle drei haben mit Topergebnissen bei den beiden Rennen in Huatulco und Yokohama noch die Chance auf den Olympiazug aufzuspringen. Die besten Chancen hat nach starken Frühjahrsleistungen Thomas Springer, der derzeit den sogenannten „New Flag“ Platz inne hat und versuchen wird, diesen bei den letzten beiden Rennen zu verteidigen. Für Lukas Hollaus und Alois Knabl braucht es wiederum Top-10-Ergebnisse, um im klassischen Olympiaranking noch Boden gut zu machen bzw. Konkurrenten zu überholen. Diese zusätzliche Chance hat neben der möglichen Qualifikation über das „New Flag“ Ranking auch Thomas Springer noch.

Drei ÖTRV-Damen in Rio?
Bei den Damen steht der dritte mögliche Startplatz für Österreich ebenfalls auf Messersschneide. Julia Hauser, gerade mal 22 Jahre jung, hat es nach guten Frühjahrsergebnissen selbst in der Hand, sich für Rio zu qualifizieren. Die besten acht Nationen der Welt dürfen drei Athletinnen nach Rio entsenden. Momentan liegt das Trio Perterer, Vilic und Hauser zwar auf Platz acht im Nationenranking, jedoch fehlt Julia Hauser ein Platz um den sie sich im klassischen Olympiaranking verbessern muss. Es gilt nun die Großnationen Kanada, Italien und Russland auf Distanz zu halten und eine Athletin im Olympiaranking zu überholen, was wiederum mit entsprechenden Leistungen von Hauser realistisch ist.

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