Für Österreichs Triathleten gibt es beim WM-Serienrennen am Samstag in Yokohama die letzte Möglichkeit, Olympiaqualifikationspunkte zu holen. Vor genau zwei Jahren startete in Japan die längste Qualifikationsphase aller olympischen Sportarten und am Samstag endet diese wiederum in Yokohama. Während Lisa Perterer den Wettkampf kurzfristig krankheitsbedingt (Magenvirus) absagen musste, geht es für Julia Hauser, Thomas Springer, Alois Knabl und Lukas Hollaus um das Ticket für Rio.

Topleistungen der ÖTRV-Herren notwendig
Thomas Springer stand bei allen sieben Weltcup- und WM-Serienrennen heuer am Start. Durch seine sehr guten Ergebnisse konnte er viele wichtige Punkte sammeln. Der Rechenmodus ist kompliziert und das Rennen in Japan kann nochmals alles durcheinanderwirbeln. Derzeit hält aber Springer den europäischen „New Flag Platz“ für Österreich inne, den es für ihn zu verteidigen gilt, um das Ticket für Rio zu lösen. Für Alois Knabl und Lukas Hollaus wird es alles andere als leicht im stark besetzten Teilnehmerfeld. Für beide besteht nur mehr mit einer Top-10-Platzierung die Chance, auf den Olympiazug aufzuspringen und das selbst nur, wenn sich die direkten Konkurrenten nicht im Spitzenfeld befinden. Dies gilt auch für Thomas Springer, wobei für ihn zumindest ein Top-15-Platz Voraussetzung ist.

Dritter Quotenplatz für Damen schwierig aber machbar
Nach Lisa Perterer und Sara Vilic hat 
bei den Damen die 22-jährige Julia Hauser ebenso im letzten Rennen die Chance, sich einen Quotenplatz für Rio zu sichern. In der Theorie sieht dies folgendermaßen aus: Wenn die Russin Mariya Shorets nicht unter die ersten 34 kommen sollte, benötigt die Wienerin einen 19. Platz. Schon einmal hatte dabei Österreich das bessere Ende für sich. 2008 in Vancouver war die Konstellation ähnlich. Damals sicherte Kate Allen mit einem achten Platz den achten Nationenplatz gegen Frankreich ab und Österreich war somit mit dem Trio Kate Allen, Eva Dollinger und Tania Haiböck in Peking vertreten. Es wäre der erst 22-jährigen Hauser zu wünschen, dieses Kunststück nun in Yokohama zu schaffen.

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