Die österreichische Rugby-Liga ist schon seit einigen Wochen im Gange, nun nähert sich auch der Höhepunkt der Frühjahrssaison im European Nations Cup. Angesichts des Aufbruchs von vier Nationalteamspielern ins Ausland, steht das Team unter Head-Coach Lofty Stevenson vor neuen Herausforderungen. Stevenson sprach mit dem ÖRV darüber, was die Rugby Austria Familie heuer von der österreichischen Herren-Nationalmannschaft erwarten kann.

„Veränderung und Zeit“, so beschreibt Stevenson das Motto für diese Saison. „Wir müssen neue Spieler und ein neues Spielsystem aufbauen, um gegen die diesjährigen Mannschaften bestehen zu können. Gute Spieler und ein gutes Team können erst mit der Zeit wachsen.“ Für die ENC-Saison erwartet er sich eine „ehrliche Performance“ und will am Boden bleiben. „Unsere Ziele sind simple und unsere Bestrebungen realistisch.“

Ob sich durch die Abgänge von Schlüsselspieler Auswirkungen auf das Team ergeben, meint Stevenson: „Nach 18 Monaten harter Arbeit hinter uns, haben wir uns als Team augenscheinlich verbessert. Ich wäre deshalb gerne mit demselben Team wie vergangenes Jahr nochmal angetreten, denn wir waren soweit, die Mannschaft zu verfestigen. Aber nun werden wir nochmal starten, das ist nun mal so. Denn das ist auch meine Aufgabe als Entwicklungs-Trainer und der Grund, warum ich in Europa bin“.

Vier österreichische Legionäre im Ausland
Im südafrikanischen Durban wächst eine kleine österreichische Rugby-Enklave heran, die derzeit aus den drei Nationalteamspielern Michael Kerschbaumer, Max Navas und Maximilian Freydell besteht und die als Clubspieler für den Varsity College RFC aufgenommen wurden. Sebastian Freydell wurde vom französischen Dritt-Ligisten Stade Domontois Rugby Club als Spieler unter Vertrag genommen und stellt dort zusätzlich seine Trainerqualitäten unter Beweis. Den österreichischen Legionären wünscht Stevenson alles Gute und selbstverständlich hofft er, „dass sie eines Tages ihren Weg wieder nachhause finden würden, um wieder für Österreich spielen zu können. Aber jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, in der Gruppe zu bleiben und die Mannschaft aufzubauen.“

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