12.000 Zuseher fasst die neu gebaute Gangneung Ice Arena. In einem Jahr werden in der südkoreanischen Küstenstadt am Japanischen Meer die Olympiamedaillen im Short Track und im Eisschnelllauf vergeben. Am kommenden Wochenende finden die Einzelstreckenweltmeisterschaften der Eisschnellläufer im Olympiakomplex statt. Mit dabei sind drei heimische Athleten.

Vanessa Herzog hat sich mit starken Leistungen im letzten Jahr für die Distanzen über 500 und 1.000 Meter qualifiziert. Nach einem schwierigen Saisonverlauf hofft die 21-Jährige auf eine Platzierung unter den besten Zwölf. „Ich habe jetzt wieder ein gutes Gefühl auf den Kufen. Das Eis in Südkorea kommt mir entgegen. Es ist sehr ähnlich wie in Calgary und Salt Lake City und wurde auch von den Kanadiern aufgebaut“, berichtet Herzog.

Massenstart im rot-weiß-rotem Fokus
Zum ersten Mal wird bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften der Bewerb über 500 Meter in nur einem Lauf ausgetragen. „Das ist auch das Format, das im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen gelaufen wird. Bei zwei Läufen musste man zumindest einmal auf der Außen- und einmal auf der Innenbahn starten. Jetzt wird gelost. Daraus kann ein Nachteil entstehen“, erklärt Nationaltrainer Hannes Wolf.
Zusätzlich zu den Sprinteinsätzen möchte Vanessa Herzog auch im Massenstart mitlaufen. Ihre Teamkollegen Linus Heidegger und Armin Hager haben sich bei den Männern für diese Disziplin qualifiziert, die 2018 ihre Olympische Premiere feiert. „Der Massenstart ist sehr taktisch. Man braucht viel Glück, um im richtigen Zeitpunkt anzugreifen oder der richtigen Gruppe zu folgen“, erläutert Wolf. Herzog, die sich nicht direkt für den Massenstart qualifiziert hat, bekommt in Gangneung den Quotenplatz des Österreichischen Teams zugesprochen. Die 18-jährige Viola Feichtner, die sich als im Massenstart für die Einzelstreckenweltmeisterschaften qualifizieren konnte, nimmt in Südkorea nicht teil.

Quartett bei Juniorenweltcupfinale in Erfurt, Short Tracker in Minsk im Einsatz
Sie startet beim Juniorenweltcupfinale in Erfurt, das am selben Wochenende stattfindet. Dort möchte sie ihre beiden Top-Positionen im Disziplinenweltcup über 3.000 Meter sowie im Massenstart verteidigen. „Ich war zehn Jahre alt, als ich zuletzt in Erfurt gelaufen bin. So richtig kann ich mich an die Halle nicht mehr erinnern“, schmunzelt Feichtner, die das heimische Team gemeinsam mit Mathias Hauer, Gabriel Odor und Viktoria Schinnerl vertritt. Gleich direkt vom Weltcupfinale reist das Quartett weiter nach Helsinki, wo mit den Juniorenweltmeisterschaften das Saisonhighlight auf die vier jungen Tiroler wartet.
Ein weiteres Quartett des Österreichischen Eisschnelllauf Verbandes ist an diesem Wochenende in Minsk unterwegs. Dort findet der letzte Saisonweltcup im Short Track Eisschnelllauf statt. Neben Matthias Wolfgang, Dominik und Nico Andermann feiert Heinrich Liu seinen Weltcupeinstand in Minsk. Seit langer Zeit kann der Österreichische Verband eine Staffel im Männerweltcup stellen.

Fotocredit: Maurer Peter

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