„Das ist ein Riesenerfolg für den österreichischen Volleyballsport, ein echtes Highlight“, jubelte ÖVV-Vizepräsident Beachvolleyball Stefan Potyka. Das Quartett Xandi Huber, Robin Seidl, Christoph Dressler und Thomas Kunert hatte kurz zuvor den CEV Continental Cup 2016 für sich entschieden und so einen Olympia-Quotenplatz erkämpft. Das ÖVV-Team besiegte im norwegischen Stavanger nach Lettland, Türkei und Russland im Finale auch Belgien. Damit wird bei den Spielen im August in Rio de Janeiro neben Clemens Doppler/Alex Horst ein zweites rotweißrotes Herren-Duo an den Start gehen!

Im ersten Finalmatch brachten Kunert/Dressler Koekelkoren/van Walle an den Rand einer Niederlage, zogen nur knapp mit 1:2 (17:21, 21:18, 12:15) den Kürzeren. Im dritten Satz führten zunächst die Österreicher. Ein Belgier schoss einen Ball weg und bekam dafür eine gelbe Karte. Danach servierte sein Partner allerdings ein Ass und die Österreicher scheiterten bei einem Angriff. Diesen 2-Punkte-Rückstand konnten Kunert/Dressler nicht mehr aufholen. Im zweiten Spiel siegten Huber/Seidl überlegen gegen Douwen/Adriaensen mit 2:0 (21:13, 21:18), ließen sich nur einmal durch ein Medical-Timeout der Belgier gegen Ende des zweiten Satzes kurz verunsichern. Damit musste ein „Golden Match“ die Entscheidung bringen. Und Huber/Seidl behielten wie schon im Achtelfinale gegen Lettland und auch am Samstag gegen Russland die Nerven. Die Kärntner entschieden das letzte Spiel des Turniers gegen Koekelkoren/van Walle mit 2:0 (21:19, 21:17) für sich und durften das Olympia-Ticket bejubeln.

Potyka: „Wir sind alle total euphorisch. Xandi und Robin haben über das gesamte Turnier eine unglaubliche Leistung gezeigt!“ Auch bei ÖVV-Präsident Peter Kleinmann war freilich die Freude groß: „Auf diese Leistung können die Spieler, aber auch die Trainer und überhaupt alle Beteiligten wirklich stolz sein. Das Turnier gegen solche Teams zu gewinnen, ist wirklich herausragend. Dass wir bei den Herren mit zwei Teams nach Rio fahren, ist einfach unglaublich. Bis jetzt sind erst sechs Nationen mit mehr als einem Team qualifiziert. Wir sind wirklich sehr stolz. Aber es ist ja noch lange nicht vorbei. Denn bereits in wenigen Tagen können die Hallen-Volleyballer beim European League-Final4 in Varna Großes erreichen und auch unsere Beach-Damen haben in Sotschi noch eine Chance aufs Olympia-Ticket. Es stehen uns aufregende zwei Wochen bevor!“

Thomas Kunert: „Der Kampf um das Olympiaticket war ungemein spannend. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir als österreichisches Zweierteam einen sehr starken Eindruck am Court hinterließen. Favoriten wie Deutschland oder Frankreich strauchelten, die Türkei, Russland und Lettland haben wir mit vereinten Kräften selbst eliminiert. Das war ein ganz starker Auftritt des gesamten österreichischen Teams. Hut ab vor Xandi und Robin, die keine einzige Niederlage einstecken mussten!“

Christoph Dressler: „Wir haben hier in Stavanger toll gespielt und die Nummer-1–Teams der Gegner stets in Bedrängnis gebracht, die Türkei sogar besiegt. Der Olympiastartplatz ist ein ganz starkes Ausrufezeichen für den Beachvolleyballsport in Österreich. Wir sind mächtig stolz auf die gesamte österreichische Equipe. In Finale war das Zuschauen eine echte Folter, Robin und Xandi haben das aber souverän gelöst.“

Letzte Olympia-Chance in Sotschi
Im Spiel um Platz 3 besiegte Russland Spanien 2:0 und bekommt damit wie auch Belgien beim „FIVB World Continental Cup Olympic Qualification Tournament“ in Sotschi (RUS) vom 6. bis zum 10. Juli eine letzt Chance. Auch Österreich wird in der Olympiastadt von 2014 vertreten sein. Im Damen-Bewerb werden Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel und Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig um einen Olympia-Quotenplatz kämpfen.

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