Österreichs Volleyball-Nationalmannschaft der Männer musste sich am Freitag im dritten Saisonduell mit Weißrussland erstmals geschlagen geben. Die Auswahl von ÖVV-Teamchef Michael Warm verlor ihr zweites Spiel beim Qualifikationsturnier zur Europameisterschaft 2017 in Turgutlu nahe Izmir mit 1:3 (17:25, 19:25, 25:23, 21:25). Zum Auftakt hatte Rotweißrot gegen Gastgeber Türkei in vier Sätzen den Kürzeren gezogen. Am Samstag kommt es zum Aufeinandertreffen mit Gruppenfavorit Niederlande. Die „Oranjes“ haben bereits zwei Siege auf ihrem Konto und führt die Tabelle vor der Türkei an.

Österreich war Weißrussland in diesem Jahr bereits in der CEV European League zweimal gegenübergestanden. Damals hatten sich Alex Berger und Co. in vier bzw. drei Sätzen durchsetzen können. Doch diesmal nahm das Match einen anderen Verlauf. Im ersten Satz erspielten sich die Weißrussen nach dem ersten technischen Timeout eine komfortable Führung, die sie sich auch nicht mehr nehmen ließen (25:17). Im zweiten Durchgang hielt Rotweißrot besser mit, in der entscheidenden Phase konnte man allerdings nicht mehr zulegen und musste erneut dem Team von Headcoach Aliaksandr Sinhayevski den Vortritt lassen 25:19.

Auch im dritten Satz gelang es der ÖVV-Auswahl zunächst nicht, an die starken in der European League gezeigten Leistungen anzuschließen. Die Weißrussen setzten sich bis zum ersten technischen Timeout mit 8:2 ab und es hatte den Anschein, als würden sie den Sieg souverän ins Trockene bringen. Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Mit dem Rücken zur Wand holte der zukünftige FIVB World League-Teilnehmer Punkt um Punkt auf, glich aus und nutzte wenig später seinen ersten Satzball zum 25:23. Der Warm-Truppe gelang es allerdings nicht, den Schwung in den vierten Durchgang mitzunehmen. Wieder geriet man früh in Rückstand (4:8). Und diesmal ließen sich die Weißrussen den Vorteil nicht mehr nehmen, verwerteten nach 106 Minuten ihren dritten Matchball zum 25:21 und 3:1-Erfolg.

„Die Weißrussen waren extrem motiviert. Sie haben auch mit einem anderen Aufspieler als in der European League gespielt. Ein routinierter Mann, der ihrem Angriff viel Stabilität gegeben hat. Sie waren in den ersten beiden Sätzen beinahe fehlerlos. Wir haben eigentlich nicht viel falsch gemacht, aber lange keine Mittel gefunden. Erst im dritten Satz ist es besser geworden. In Summe muss man sagen, dass Weißrussland verdient gewonnen hat. Der Gegner war heute besser und hat bewiesen, dass er nicht zu Unrecht bei der vergangenen EM dabei war“, resümierte ÖVV-Headcoach Michael Warm.

Am Samstag trifft Österreich um 19 Uhr auf die Niederlande. Warm: „Sie sind für mich ganz klar die Favoriten auf dem Gruppensieg. Die Mannschaft ist auf allen Positionen top-besetzt. Wir können ohne Druck in die Partie gehen, sind klar in der Außenseiterolle.“        

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