Offiziell: André Lotterer, Le Mans-Sieger 2014, wurde am Mittwoch der Presse als Ersatzfahrer für Kamui Kobayashi in Belgien vorgestellt.

Schon früher in dieser Woche gab es das Gerücht, dass nachdem die Formel 1 aus der Sommerpause zurückkommt der dreimalige Le Mans-Sieger Lotterer sein Debüt in der Formel 1 feiern könnte, nachdem er schon vor zwölf Jahren zu den Testfahrern bei Jaguar gehörte. Das Team betonte jedoch noch einmal: Der einzige japanische Fahrer Kamui Kobayashi wird das Cockpit schon beim nächsten Rennen im italienischen Monza zurückbekommen.

„Das Team wird sicherlich von einem weiteren erfahrenen Fahrer hinter dem Lenkrad am Wochenende profitieren und Lotterers Feedback wird uns allen helfen, das Auto weiter zu verbessern.“, so schreibt Caterham in einem Statement. „Eine weitere große Rolle wird das Wetter in Spa-Francorchamps einnehmen und Lotterer ist einer der erfahrensten Piloten unter Mix-Bedingungen, insbesondere in Spa.“

Dabei wollte Lotterer seine F1-Ambitionen schon aufgeben. Inzwischen hat er sich einen Namen Japan und Le Mans gemacht, indem er 2011 die Super Formula, und gleich drei Mal den 24-Stunden-Klassiker in Le Mans gewinnen konnte. Aber seine eindeutige GT-Affinität ändert nichts an seiner Vorfreude auf die Chance in der Königsklasse zu starten, vorallem so nahe an seiner Heimat Duisburg. „Ich möchte dem Caterham F1 Team für diese Chance danken“, so der 32-Jährige. „Ich bin bereit für diese Aufgabe und kann es gar nicht erwarten in das Auto zu springen, um das meiste aus dem Wochenende herauszuholen. Ich muss mich dieses Mal besonderes schnell auf das Auto einstellen, denn das Team hat einige Updates entworfen und wir werden so viel Zeit wie möglich auf der Strecke brauchen, um die Autoperformance zu testen. Die legendäre Strecke in Spa-Francorchamps ist eine meiner Lieblingspisten und liegt zudem noch sehr nah an dem Ort an dem ich aufgewachsen bin (Im belgischen Nivelles nämlich, Anm. d. Red.), was das Ganze noch ein bisschen besonderer macht.“

Das Caterham-Duo steht seitdem Teamchef Tony Fernandes das Team an einige Schweizer und orientalische Investoren verkauft hat. Lotterers Kontakte zu Colin Kolles haben ihm wohl auch geholfen. Marcus Ericsson bleibt, trotz seiner wenigen F1-Erfahrung, im Cockpit – sicherlich wegen seiner Sponsoren die er mit nach Leafield bringt.

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