Die portugiesischen Azoren sind Gastgeber des fünften Stopps der Red Bull Cliff Diving World Series 2014 am 26. Juli

Eine hohe Klippe, Wasser und eine Badehose – das braucht man fürs Klippenspringen. Und genau das hat der fünfte Stopp der World Series auf der kreisrunden, winzigen Insel Vila Franca do Campo vor der Küste von São Miguel auf den Azoren zu bieten. Ein beeindruckender Monolith aus Vulkangestein und die Krateraußenwände dienen den Klippenspringern als Absprungpunkt für atemberaubende Manöver. Bei den zwei bisherigen Wettkämpfen auf portugiesischem Boden sind die beiden World Series Gewinner Artem Silchenko und Gary Hunt als Sieger hervorgegangen. Der Engländer ist in Topform und führt die Gesamtwertung an, während der Russe gegen eine fiese Schulterverletzung kämpft. Wird der “Prinzessinnen Ring” einen neuen Sieger hervorbringen?

Die World Series 2014 geht in die zweite Hälfte und zeigt sich dafür in ihrer natürlichsten und faszinierendsten Form. Von einer 28 Meter hohen Klippenwand zu springen, ohne einer soliden Plattform unter den Beinen, bedeutet auch für die besten Athleten besonderen Nervenkitzel und eine spezielle Herausforderung. Für die jungen Athleten ist es ein fremdes Gefühl und verlangt von jedem eine Anpassung der normalen Sprungroutine, auch von den erfahrenen Athleten. Das Wunderkind des Klippenspringens, Jonathan Paredes, ist 2013 in seinem erst dritten Wettkampf auf das Podium gesprungen und war in dieser Saison bereits auf den Plätzen zwei und drei; er ist in großartiger Form und wird bei der Entscheidung in Portugal definitiv ein Wörtchen mitreden wollen. Neben dem Mexikaner kommt auch der amerikanische “Turbo Spinner” Steven LoBue mit seinem fünffach Salto immer besser zurecht und beansprucht neuerdings Podium um Podium für sich. Gary Hunts, Artem Silchenkos und Orlando Duques des Klippenspringens, seid gewarnt – die neuen “Kids on the rocks” sind drauf und dran die Führung zu übernehmen!

Die beinahe perfekt runde, kleine Insel – die Einheimischen nennen sie “Prinzessinnen Ring” – liegt weniger als einen Kilometer vor der Küste von São Miguel und ist der ideale Schauplatz für diesen puren Sports, um direkt von den Klippen zu springen. Nur für die schwierigeren Kürsprünge werden die Athleten eine Plattform 28m über dem Meer verwenden. 1369 Kilometer westlich des europäischen Festlandes in der Mitte des Atlantik gelegen, umfasst die Inselgruppe der Azoren neun Inseln aufgeteilt in drei Gruppen. Dieses Gebiet symbolisiert den Beginn des großen Abenteuers der Entdeckungen, das im fünfzehnten Jahrhundert begann und die Portugiesen in die vier Ecken der Welt führte. Die Azoren sind vulkanischen Ursprungs und zweifellos eines der letzten Paradiese Europas – sie tauchen oft in den Legenden rund um den verlorenen Kontinent Atlantis auf.

Nichts zu verlieren haben die Wildcard Springer, die für die akrobatischen drei-Sekunden-Flüge in den Atlantischen Ozean eingeladen sind. Andrei Mikau aus Weißrussland und Andreas Hulliger aus der Schweiz haben ihren ersten Auftritt in einem World Series Wettkampf; die Ukrainer Anatoliy Shabotenko und Sasha Kutsenko vervollständigen die Liste der Wildcards. Fünf internationale Wertungsrichter, werden die Leistungen aller 14 Athleten bei ihren Sprüngen mit Geschwindigkeiten von rund 85 km/h bewerten – unter ihnen zum ersten Mal in diesem Jahr Russlands bester olympischer Springer Dmitri Sautin.

Der fünfte Wettkampf der Saison und der dritte in Folge auf dem vulkanischen Naturreservat startet am Samstag, 26. Juli, um 10:00 Uhr Ortszeit.

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