Von 14. bis 22. November 2015 findet in Cordoba (Argentinien) die Faustball Männer-Weltmeisterschaft statt. Das Faustball Team Austria (FTA) zählt auch heuer wieder zu den Titelfavoriten.

Mit dem Austragungsort Cordoba verbinden österreichische Fußballfans bis heute den historischen Sieg über den damals amtierenden Weltmeister Deutschland in der Vorrunde der Weltmeisterschaft 1978. Beim Faustball tritt das österreichische Nationalteam allerdings nicht als krasser Außenseiter an. Bis auf eine Ausnahme konnte man sich bei den vergangenen 13 Weltmeisterschaften immer in den Top 3 klassieren. Nach dem Weltmeistertitel 2007 erreichte man bei der Heim-WM den zweiten Platz. Auf dem Weg zum angepeilten Titel gilt aber auch für Cordoba 2015: Größter Gegner ist der amtierende Weltmeister Deutschland.

Für Teamchef Winfried Kronsteiner ist die Marschrichtung klar: „Wir wollen den Titel holen, auch wenn wir auf dem Papier diesmal nicht die Top-Favoriten sind.“ Neben Deutschland schätzt der Coach vor allem die Schweiz und Brasilien als stärkste Gegner ein. „Man darf aber auch die anderen Teams nicht unterschätzen. Vor allem Gastgeber Argentinien war für uns immer ein unangenehmer Gegner.“ In der Vorrunde trifft Österreich auf Brasilien, Chile, Italien und Tschechien.

Obwohl die Spieler keine Berufssportler sind, bereiten sie sich wie Profisportler auf die Weltmeisterschaft vor. Fitness-Training, regelmäßige Trainingseinheiten mit dem Team und in den Vereinen, sowie der Meisterschaftsbetrieb sind sehr zeitintensiv. Für die Spieler ist es teilweise eine große Herausforderung, zwischen Familie, Beruf und Sport zu balancieren. „Manche Kollegen mussten für die Weltmeisterschaft sogar unbezahlten Urlaub nehmen“, so Linz-Urfahr-Spieler Harald Pühringer.

Auch von Verbandsseite wird nichts dem Zufall überlassen. Es werden große Anstrengungen unternommen, um professionelle Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Der Herbstmeisterschaft wurde an den ungewohnt späten WM-Termin im November angepasst und gleich zwei Trainingslager im Bundessportzentrum Faaker See sowie in der Türkei organisiert. Betreut werden die Teamspieler dabei nicht nur von einem erfahrenen Trainerteam, sondern auch von zwei Physiotherapeuten und einem Sportpsychologen.

Auch emotional hat sich das Faustball Team Austria bereits auf die Weltmeisterschaft eingeschworen. Mit dem Slogan „Immer wieder Cordoba“ wird die „Mission Weltmeistertitel“ in Angriff genommen.

 

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