Österreich wird bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (ab 5. August) dank den beiden Vorarlbergern Elisabeth Baldauf und David Obernosterer auch im Badminton vertreten sein. Die gestrige Auslosung brachte für das Duo aus dem Ländle schwierige Aufgaben.

Elisabeth Baldauf, momentan auf Platz 75 in der BWF-Weltrangliste, trifft in der Gruppe N auf die an Position acht gesetzte Tai Tzu Ying (TPE) und die Russin Natalia Perminova (BWF 55). „Im ersten Moment bin ich ganz zufrieden mit der Auslosung. Es hätte schlechter, aber auch besser ausfallen können“, sagte Baldauf. Tai Tzu Ying hat bereits einige große Titel gewonnen und war im November 2015 die Nummer drei in der Weltrangliste. „Es wird eine große Herausforderung gegen sie zu spielen. Gegen Spielerinnen ihres Kalibers habe ich selten gespielt. Ich freue mich auf das Match und werde alles geben.“ Gegen Natalia Perminova (BWF 55) wird die 25-jährige Eggerin bei den Olympischen Spielen zum ersten Mal antreten. „Wir haben den gleichen Spielstil, deshalb denke ich, dass die Partie sehr interessant werden kann“, so die ÖBV-Kaderspielerin. „In den nächsten Trainingstagen werde ich mich nun gezielt auf meine Gegnerinnen vorbereiten. Viele Matches stehen auf dem Plan.“

David Obernosterer, die aktuelle Nummer 69 in der Welt, bekommt es in der Gruppe E mit keinem Geringeren als Lin Dan (CHN/BWF 3) zu tun, seinerseits zweifacher Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister, für viele Experten der beste Badmintonspieler aller Zeiten. „Ich habe mir eine Vierergruppe und Lin Dan als gesetzten Spieler gewünscht. Nun ist beides aufgegangen, unglaublich“, ist Obernosterer glücklich mit der Auslosung. „Gegen Lin Dan werde ich das Spiel versuchen zu genießen, alles geben und so viele Punkte wie möglich machen.“ Zudem spielt der 27-jährige Schwarzacher gegen den Russen Vladimir Malkov (BWF 61) und Tien Minh Nguyen (BWF 33) aus Vietnam. „Gegen Tien Minh Nguyen, WM-Dritter 2013, bin ich auch Außenseiter, aber an einem sehr guten Tag rechne ich mir eine kleine Chance aus und kann eventuell überraschen. Vladimir Malkov ist im Ranking auch vor mir. Im Head-to-Head steht es 1:2, wobei ich das letzte Duell im Februar in Kazan gewinnen konnte“, so Obernosterer weiter. Seine Ziele sind klar formuliert: „Zumindest ein Spiel gewinnen und bereit sein, falls sich eine Chance für eine Sensation ergibt.“

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