Österreichs Fußballnationalteam gewann das abschließende Spiel in der Qualifikation zur Euro 2016 in Frankreich gegen Liechtenstein mit 3:0 (1:0). Vor einem mit 48.500 Zuschauern ausverkauften Ernst-Happel-Stadion ließ die ÖFB-Elf nichts anbrennen und blieb damit während der gesamten EM-Quali ungeschlagen.

Bereits in der ersten Spielhälfte war die Elf von Marcel Koller drückend überlegen und kontrollierte das Spielgeschehen vollständig. Nach einigen Halbchancen in den ersten Minuten erzielte Marko Arnautovic, der schon am Freitag auswärts gegen Montenegro traf, das 1:0 und brachte die Heimmannschaft damit auf die Siegerstraße. Der Stoke-Legionär spielte in der zwölften Minute die Verteidigung sehenswert aus und schoss Verteidiger Martin Büchel so an, dass der Ball genau den Weg ins linke untere Eck des Tors fand. Schon vier Minuten später tauchten die Österreicher erneut gefährlich vor dem Tor der Liechtensteiner auf, ein Kopfball von Zlatko Junuzovic brachte aber nichts ein. In der 19. Spielminute erschien Bayern-Star David Alaba alleine vor Liechtenstein-Schlussmann Peter Jehle, sein Schuss verfehlte aber denkbar knapp das Tor. Nur eine einzige Torchance fanden die Gäste in der ersten Halbzeit vor, diese entstand aus einem Eckball heraus. Marko Arnautovic, der eine sehr starke Partie spielte, feuerte in Minute 28 einen Schuss aus der Distanz ab, der allerdings zu zentral ausfiel und keine Gefahr darstellte. Spektakulär war der Fallrückzieher, den Marc Janko in der 32. Minute über das Tor schoss. Sechs Minuten später zielte Janko erneut aufs Tor, ein Liechtenstein-Verteidiger konnte gerade noch auf der Torlinie klären. Kurz vor Ende der ersten Hälfte zirkelte Junuzovic einen Freistoß genau aufs Tor, Jehle konnte seine Mannschaft mit einer Glanzparade aber vor einem Gegentor bewahren.

In der zweiten Hälfte machten die Österreicher dort weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufhörten. Die ÖFB-Elf dominierte weiter das Spielgeschehen und Janko konnte in der 54. Minute nach Vorarbeit von Martin Harnik verdient auf 2:0 erhöhen. Nur drei Minuten später war es erneut der Basel-Legionär, der die Fans im Happel-Stadion jubeln ließ, dabei staubte Janko nach kurzer Jehle-Abwehr staubtrocken ab. Doppel-Torschütze Marc Janko und Mittelfeld-Motor David Alaba mussten in der 64. Minute das Spielfeld verlassen und wurden durch Rubin Okotie bzw. Marcel Sabitzer, der den Siegtreffer gegen Montenegro erzielte, ersetzt. Martin Harnik hatte in der 67. Minute das vierte Tor für Österreich auf dem Fuß, die Stange verhinderte aber einen Torerfolg. Leipzig-Spieler Stefan Ilsanker wurde in der 71. Minute für Julian Baumgartlinger eingetauscht. In Minute 72 war es wieder Harnik, der einem Treffer sehr nahe kam, er fand in Goalie Jehle, der eine sehr starke Leistung bot, aber seinen Meister. Das Spiel der Österreicher glich fast einem Powerplay. Die Gäste konnten sich kaum befreien und waren permanent in der Defensive gefordert, während Österreich Chance um Chance herausspielte, letztlich aber auch nicht besonders effizient war. Liechtenstein-Kapitän Mario Frick beendete mit diesem Spiel seine Laufbahn im Dress des Nationalteams. In seiner Karriere bestritt der 41-Jährige insgesamt 125 Länderspiele, bereits vor Spielbeginn wurde er dafür geehrt.

Österreich beendet die EM-Qualifikation in Gruppe G mit 28 Punkten aus zehn Spielen auf dem ersten Rang. Das Ticket zur Euro-Endrunde nächstes Jahr in Frankreich hatte man schon  nach dem 4:1-Auswärtssieg gegen Schweden sicher. Erstmals in der Geschichte qualifizierte sich Österreich auf sportlichem Weg für eine EM-Endrunde – 2008 war man als Gastgeber dabei und schied mit einem Punkt als Gruppenletzter frühzeitig aus.

Quelle: Sport Presse Agentur

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