Von 14. bis 22. November 2015 findet in Cordoba (ARG) die Faustball Männer-Weltmeisterschaft statt. Das Faustball Team Austria (FTA) zählt auch heuer wieder zu den Titelfavoriten.

Der bisher einzige Weltmeistertitel für Österreich konnte 2007 bei der WM in Deutschland erreicht werden. Der letzte Titel konnte 2010 bei der EM in der Schweiz eingefahren werden. „Die Heim-WM 2011, sowie die Europameisterschaften 2012 und 2014 sind nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen. Wir haben daraus unsere Schlüsse gezogen und einiges umgestellt“, so Teamchef Kronsteiner.

Die WM findet zu einer für Europa ungewohnten Jahreszeit statt. Normalerweise beginnt im November bereits die Hallensaison. Wie schaffen es die Teamspieler, bis dahin im „Feld-Modus“ zu bleiben? „Der Meisterschaftsmodus wurde aufgrund der WM verändert und reicht bis in den Oktober. Glücklicherweise können wir im Herbst relativ lange auf dem Feld spielen.“

Die Ziele für Argentinien? „Auch wenn wir diesmal nicht die Top-Favoriten sind, haben wir ein klares Ziel: wir wollen den WM-Titel 2015 wieder nach Österreich holen!“ Die größten Gegner werden laut Teamchef wieder die „üblichen Verdächtigen“, Titelverteidiger Deutschland, die Schweiz und Brasilien, sein. „Aber auch andere Mannschaften darf man niemals unterschätzen. Gegen Argentinien haben wir uns zum Beispiel immer schwer getan.“

Der WM ging eine einjährige Planungsphase voraus. Die Vorbereitung startete mit einem 18-Mann-Kader, der sukzessive reduziert wurde. Nach dem Finalturnier Ende Juni zunächst auf 14, nach einem Trainingslager im September dann auf den endgültigen 10-Mann-Kader. Dieser absolvierte im November noch ein Trainingslager in der Türkei.

Der Auswahlprozess ist auch für den erfahrenen Trainer nicht leicht. „Aber jeder wusste, dass er sich diesem Auswahlprozess stellen muss. Wir haben sehr viele objektivierbare Beobachtungskriterien festgelegt und Daten über die Entwicklung der Jungs gesammelt, die wir intern auch offengelegt haben. Im Hinblick auf das Weltmeisterschafts-Turnier macht sich der Betreuerstab natürlich schon jetzt Gedanken über mögliche Aufstellungen und Varianten, was natürlich auch Teil dieses Entscheidungsprozesses war“, erklärt Kronsteiner, seit acht Jahren Chefcoach des Faustball Team Austria.

Die Trainings-Schwerpunkte lagen für das Team von Chefcoach Kronsteiner und Co-Trainer Thomas Leitner neben dem üblichen körperlichen Training vor allem im taktischen Bereich. „Es geht vor allem darum, die individuellen Laufwege zu optimieren und die Angriffseffizienz zu verbessern. Verschiedenste taktische Varianten sollen dazu führen, dass sich die Spieler besser auf die jeweiligen Gegner einstellen können und unser Spiel für die Gegner unberechenbarer wird“, erklärt Kronsteiner.

Die Weltmeisterschaft wird an vier Spielorten in der Provinz Cordoba gespielt. Österreich trifft in der Vorrunden-Gruppe B in Embalse auf Brasilien, Chile, Italien und Tschechien. Weitere Spielorte sind Santa Rosa, Cumbrecita sowie der Finalort Villa General Belgrano.

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