Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten vier Jahre hart, um sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, absolvieren dort Ihren Wettkampf und haben danach im Rahmen der Spiele noch die Gelegenheit die weltberühmten Sehenswürdigkeiten von Rio de Janeiro zu besichtigen. Wo ist das Problem? Selbstverständlich ist es legitim, alle Facetten einer solchen Großveranstaltung auszukosten – Sightseeing inklusive. Vor allem, wenn im Laufe der Jahre, die den Spielen vorausgehen, viele Opfer gebracht werden müssen.

Die wieder entfachte Kritik an den österreichischen Olympiasportlern, die als „Olympia-Touristen“ bezeichnet wurden, stößt den ÖOC-Athleten sauer auf. Einer von ihnen ist Schütze Alexander Schmirl, der sich mit den Plätzen 15, 17 und 24 beachtlich schlug. „Man trainiert tagtäglich, um besser zu werden und das oftmals unter nicht ganz so perfekten Bedingungen wie bei anderen Nationen“, erklärt der Niederösterreicher und ergänzt: „Familie und Freunde stehen oft hinten an. Finanziell ist es in Österreich außerdem nicht so, dass man es als Sportler immer leicht hat.“ Entsetzt ist Schmirl über die harte Kritik, die auf Österreichs Team einprasselt: „Erfolg kann man nicht buchen! Wenn die Leistung am Tag X gut ist, aber nicht gut genug für eine Medaille, ist es natürlich sehr schade, aber so ist der Sport. Man muss weiterarbeiten, um seine Chancen auf erfolgreiche Spiele zu maximieren und in vier Jahren noch einmal alles geben“, so der Schütze, der in Rio sein Olympia-Debüt gab.

Foto: ÖOC/Erich Spiess

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