Die 4,5-Millionen-Einwohner-Metropole Boston ist zum ersten Mal Gastgeber der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften, die von 28. März bis 3. April 2016 stattfinden. Die letzte US-amerikanische Stadt, die Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen ausrichtete, war Los Angeles im Jahr 2009.

Österreich ist in drei der vier Disziplinen vertreten: Die 28-jährige fünffache Staatsmeisterin Kerstin Frank aus Wien wird in der Disziplin Einzel Damen an den Start gehen. Die amtierenden österreichischen Meister im Eistanzen, Barbora Silna (26) und Juri Kurakin (28) aus Wien, werden die Alpenrepublik in dieser Disziplin vertreten. Und die 22-jährige Burgenländerin Miriam Ziegler wird mit ihrem 25-jährigen Salzburger Partner Severin Kiefer im Paarlaufen antreten.

Schon die erste Hürde, um an den WM überhaupt teilnehmen zu können,  wurde von der Internationalen Eislaufunion (ISU) hoch gelegt. Die Läufer müssen während der laufenden oder der vorangegangen Saison einen „Minimal Technical Score“ sowohl in Kurzprogramm/Kurztanz als auch in der Kür bei internationalen Wettkämpfen erreichen. Dieser technische Mindestwert fokussiert ausschließlich den Schwierigkeitsgrad und die Ausführung der gezeigten Elemente wie Sprünge und Pirouetten, Schrittfolgen oder Hebefiguren. Im Herren-Einzel konnte kein österreichischer Läufer diesen Mindestwert erlaufen und sich damit für die WM qualifizieren.

Der Sprung ins Finale
120 Athleten aus aller Welt, die diese Qualifikation vorweisen können, wurden von den nationalen Eiskunstlauf-Verbänden bei den WM 2016 registriert: 30 Herren, 38 Damen, 22 Paarlauf- und 30 Eistanz-Paare zeigen in Boston ihr Kurzprogramm bzw. ihren Kurztanz vor. Das Ergebnis dieses ersten Wettkampfteils ist entscheidend für den weiteren Turnierverlauf. Zur Kür werden ausschließlich die 24 besten Damen und Herren, die 20 besten Eistanz-Paare und die 16 besten Paarlauf-Paare zugelassen.

Alle österreichischen Teilnehmer haben sich zum Ziel gesetzt, das Finale zu erreichen und den Preisrichtern ihre Kürprogramme zu präsentieren. Kerstin Frank nahm bisher fünfmal an einer WM teil und erreichte davon dreimal das Finale. Barbora Silna und Juri Kurakin verpassten im Vorjahr nur haarscharf den Einzug ins Finale und landeten am 21. Platz. Auch Miriam Ziegler und Severin Kiefer konnten sich 2015 nur knapp nicht in die große Kür laufen und landeten am 18. Platz.

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