Während der Steirer Oliver Marach in Rio de Janeiro erstmals bei Olympia startet, sind es für seinen Wiener Doppelpartner Alexander Peya bereits die zweiten Spiele. DailySports plauderte im Rahmen der Einkleidung der ÖOC-Athleten im Wiener Marriott-Hotel mit dem Weltklasse-Tennisspieler.

Vor vier Jahren in London startete Peya gemeinsam mit Jürgen Melzer im olympischen Doppelbewerb. Nach einem hart umkämpften Auftaktsieg gegen das britische Brüderpaar Andy und Jamie Murray war für das Duo in der zweiten Runde Endstation – dort hatten die Spanier David Ferrer und Feliciano Lopez mit 3:6, 6:3 und 9:11 hauchdünn das bessere Ende für sich und preschten in weiterer Folge bis ins Halbfinale vor. „Damals habe ich gesagt: Mit Olympia habe ich noch eine Rechnung offen. Das war sicher eine der bittersten Niederlagen meiner Karriere. In der zweiten Runde so knapp zu scheitern war bitter“, erinnert sich Peya an London und fügt hinzu: „Es hilft jetzt aber auch nicht, darüber noch viel nachzudenken. Rio ist ein neues Turnier.“

Dass Peya auf der World Tour standardmäßig mit dem Polen Lukasz Kubot und nicht mit Oliver Marach spielt, sieht er nicht als Nachteil: „Pi mal Daumen 80 Prozent der Doppel, die dort an den Start gehen, spielen sonst nicht zusammen. Wir kennen uns so gut, haben vor ein paar Jahren miteinander gespielt und auch zwischendurch immer wieder im Davis Cup. Wir sind gleich alt, zusammen im Tennis aufgewachsen und kennen unsere Stärken und Schwächen“, so Peya. Vor Ort bleiben dem Duo noch einige Tage, um sich einzuspielen. „Wir werden optimal vorbereitet sein und versuchen das Beste herauszuholen. Die Tagesform wird im Doppel, wo die Dichte enorm hoch ist, eine entscheidende Rolle spielen“, weiß der Routinier, worauf es ankommt.

Vor Olympia in London versuchten Peya und Marach, sich gemeinsam für die Spiele in der britischen Hauptstadt zu qualifizieren, an den Start ging schließlich das Duo Peya/Melzer. „Im Nachhinein gesehen, haben wir uns damals gemeinsam für Rio qualifiziert“, meint Peya mit einem Schmunzeln. Auch heuer stand lange Zeit ein großes Fragezeichen hinter dem Olympiastart: Da Marach zu wenige Einsätze im Davis Cup vorzuweisen hatte, musste man auf eine Sondergenehmigung des Welttennisverbandes hoffen. „Die Erleichterung war sehr groß, als die Entscheidung offiziell war, auch wenn ich davon ausgegangen bin, dass es klappen wird. Dennoch ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen“, schilderte 36-Jährige.

Österreich bei Olympia vertreten zu dürfen, hat für den Wiener einen hohen Stellenwert: „Für sein Land zu spielen ist das größte für jeden Sportler. Gerade im Tennis, wo man das ganze Jahr über für sich alleine spielt, ist das etwas Besonderes.“ Zur Olympia-Einkleidung meinte der Tennisstar: „Ich erlebe das zum ersten Mal. Bei der Einkleidung für London 2012 war ich nicht dabei, weil ich unterwegs war. Das ist etwas ganz Besonderes, auch das Kribbeln beginnt schon und das olympische Gefühl kommt auf“, war der Wiener beeindruckt.

Fotocredits: ÖOC/Spiess

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.