Der Kampf um den Titel in der Erste Bank Eishockey Liga geht am Dienstag zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem HC Orli Znojmo in der Mozartstadt bereits in die dritte Runde. Die ersten beiden Duelle endeten jeweils mit Heimsiegen, insgesamt fielen bereits 14 Treffer. Die bisherigen Finalspiele mitentschieden haben auch die beiden Special Teams: Brachte in Spiel eins ein Powerplay-Treffer zum 3:2 von Kapitän Matthias Trattnig den Titelverteidiger wieder in die Erfolgsspur, so trafen die Tschechen am Sonntag beim 5:3-Heimsieg gleich zwei Mal in Überzahl.

Der HC Orli Znojmo agierte im Finale bisher äußerst fair, musste erst sechs Minuten in Unterzahl agieren. In Spiel 2 saß nur Marek Spacek zwei Minuten in der Kühlbox. Die Red Bulls hatten am Sonntag hingegen fünf Mal einen Spieler weniger am Eis, bekamen insgesamt 33 Strafminuten. Das spiegelt sich auch in der Fairplay-Wertung der Erste Bank Eishockey Liga wieder: Die Mozartstädter kassierten im Play-off schon 209 Strafminuten, der HC Orli Znojmo hingegen nur knapp die Hälfte (108). Über die gesamte Spielzeit gesehen nahm der Meister sogar die meisten Strafen (1028 Minuten) aller zwölf Vereine, die „Roten Adler“ 928 (Platz 10). Mit Brett Sterling (182 Strafminuten) kommt der „Bad Boy“ der Liga aus Salzburg. Der Amerikaner und Ex-NHL-Crack, er bestritt 30 Spiele für die Atlanta Trashers, Pittsburgh Penguins und die St. Louis Blues und erzielte dabei neun Punkte (5T/4A), ist bei den Gegnern aber auch wegen seiner Torgefährlichkeit gefürchtet! Bereits 38 Mal gab der 30-Jährige 2015/16 seine Visitenkarte ab, dazu kommen noch 19 Assists aus 61 Liga-Spielen. Auch in Endspiel Nummer 2 am Sonntag zeigte der Stürmer seine beiden Gesichter. „Wir müssen in den nächsten Spielen ein bisschen besser in der Defensive agieren und weniger Strafen nehmen. Znojmo wird nach dem Sieg mit viel Energie kommen. Wir müssen vor unserem Tor stark agieren und mit hoher Intensität und viel Geduld im Heimspiel ans Werk gehen.“, weiß Salzburgs Headcoach Daniel Ratushny.

Der HC Orli Znojmo zeigte am Sonntag, wie in Salzburg, Comeback-Qualitäten. Reichte es in Spiel 1 am Ende nicht für den Sieg, so gab es für die „Roten Adler“ daheim nach 1:3-Rückstand ein Happy End. Dank dreier Tore in Abschnitt 3 siegten die Tschechen 5:3 und schafften den 1:1-Ausgleich in der Best-of-seven-Finalserie. Diesen Schwung wollen die Tschechen nach Salzburg mitnehmen und dieses Mal von Beginn an hellwach sein. Einmal in dieser Saison konnten Peter Pucher und Co. in der Mozartstadt bereits gewinnen. Um die Chance auf den großen Coup zu haben, muss die Reznar-Truppe dieses Kunststück im Finale zumindest einmal wiederholen. „Wir haben uns in beiden Spielen anfangs ein bisschen schwer getan. Mit Fortdauer der Partie haben wir unsere Maschinerie aufgedreht, mehr und mehr Druck erzeugt. Salzburg ist dann müder geworden und wir immer dominanter. Wenn wir alle unser Können auf das Eis bringen, dann haben wir eine sehr gute Möglichkeiten diese Serie zu gewinnen.“, ist Znojmo-Verteidiger Andre Lakos zuversichtlich.

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