Steven LoBue holt den zweiten Sieg seiner Karriere bei der Red Bull Cliff Diving World Series 2014 in Portugal. Der 29-jährige Amerikaner meldet mit dem Sieg auf den Azoren seinen Anspruch auf den diesjährigen World Series Titel an. Der Kolumbianer Orlando Duque und der drittplatzierte David Colturi aus den USA zeigten diesen Samstag vor gut 2000 Zuschauern auf Booten und Schiffen ebenso persönliche Jahresbestleistungen.

In vier Wettkampfrunden sprangen die 14 Athleten auf der kleinen Insel Vila Franca do Campo von drei verschiedenen Plätzen und aus mehr als 27 Metern, zwei Runden davon direkt von der Klippe. Der Führende der Gesamtwertung, Gary Hunt, verpasste zum ersten Mal in seiner Karriere den Einzug ins Finale und beendete das Springen mit einem enttäuschenden elften Rang. Seinem engsten Konkurrenten im Vorfeld des Bewerbes in Portugal, Jonathan Paredes, erging es mit Platz zehn kaum besser. Für die beiden letzten zwei Wettkämpfe des Jahres ist somit noch alles offen.

Inmitten des Atlantischen Ozeans und auf halbem Weg zwischen Europa und der amerikanischen Ostküste, punktete der in Florida lebende “Turbo-Spinner” am höchsten, für seinen “Quint-Half” wurde er im rauen Gewässer der portugiesischen Azoren mit 8ern und 8,5ern belohnt. Nach einem perfekten Start in den Wettkampf, schlug Steven LoBue (468,15 Punkte) einen wieder erstarkten Orlando Duque (458,00 Punkte) beim Kampf um die Nummer-Eins-Position. Der 25-jährige David Colturi (436,40 Punkte), 2014 noch nie besser als Sechster, zeigte zum ersten Mal seinen neuerlernten “Triple-Quad” mit einem Schwierigkeitsgrad von 6,2 unter Wettkampfbedingungen, was ihm seinen ersten Podiumsplatz in diesem Jahr einbrachte.

Im naturbelassendsten Bewerb der Saison mit Sprüngen direkt vom Felsen, nur die Kürsprünge wurden von der 27 Meter hohen Plattform absolviert, war es eine Frage von mentaler Stärke und der Fähigkeit, den heftigen Wellengang am besten einschätzen zu können. Zum ersten Mal in der Geschichte der World Series schaffte der Gesamtführende nicht den Einzug ins Finale der besten Acht. Mit dem heutigen fünften Stopp verkleinert sich Hunts Führung in der Gesamtwertung auf 150 Punkte vor Steven LoBue (610 Punkte), gefolgt vom 10-fachen Weltmeister Orlando Duque (520 Punkte). Der heutige Wettkampf auf der kleinen Vulkaninsel, mit einem gigantischen Monolithen als Absprungplatz in der Vorrunde, bewies wieder einmal, dass die Leistungsdichte enorm ist und es vier großartige Sprünge braucht, um sich einen Platz in den Toppositionen zu verdienen.

Nach einer kurzen Sommerpause trifft sich die Klippensprungelite für den sechsten Stopp am 20. September im spanischen Bilbao.

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