Der erste Saisonstopp auf europäischem Boden ist zugleich die Rückkehr zum Dauerfavoriten unter den Veranstaltungsorten – La Rochelle. Die Stadt mit dem passenden Namen „kleine Klippe” wird nach dem Auftakt in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena zum fünften Mal in sieben Jahren der World Series zum Dreh- und Angelpunkt für die weltbesten Klippenspringer. Der Gesamtsieger von 2013, Artem Silchenko, holte sich hier beim letzten Bewerb den Sieg vor dem größten Publikum, das je bei einer World Series Veranstaltung dabei war – 70.000 Zuschauer! Kann er die Meisterleistung wiederholen oder wird erneut der vierfache Champion und Sieger des Eröffnungsspringens, Gary Hunt, ganz oben auf dem Podest stehen?

Er hat nahtlos dort angeschlossen wo er in der letzten Saison aufgehört hat und den ersten Wettkampf der Saison von der 27-Meter-Plattform in Kolumbien dominiert. Gary Hunt kommt mit dem Selbstbewusstsein eines 20-fachen World Series Wettkampfsiegers in seine Wahlheimat. Die völlig anderen Bedingungen an der französischen Atlantikküste könnten allerdings auch jemand anderem in die Hände spielen – etwa dem nervenstarken und furchtlosen Russen Artem Silchenko. Er ist der letzte Sieger vom Saint Nicolas Tower und war beim Saisonauftakt auf Podestkurs, bis er sein größtes Ass im Ärmel, den riskanten “blind entry” Sprung, bei der Landung verpatzt hat. Den Podium-Finishern von Kolumbien, David Colturi und Orlando Duque, fehlt noch ein La Rochelle-Sieg und die beiden sind bis in die Haarspitzen motiviert, das zu ändern. An das Wahrzeichen der Stadt hat auch der ehemalige Olympionike Blake Aldridge aus England gute Erinnerungen – er konnte sich 2013 seinen ersten World Series Podestplatz sichern und hat die neue Saison mit einem vierten Platz stark begonnen.

Der Schauplatz am Golf von Biskaya hat mehr Superlative als nur die größte Anzahl an Zuschauern zu bieten, da der einschüchternde frühere Verteidigungsturm auch der beängstigendste Veranstaltungsort der gesamten Wettkampfserie ist. Die Athleten müssen über 120 Stufen von den Katakomben bis hinauf zur Plattform, während die 27 Meter über dem kalten Wasser immer näher kommen. Bisher konnten sich Andrey Ignatenko im Jahr 2009, Gary Hunt in den Jahren 2010 und 2011, sowie Artem Silchenko im Jahr 2013 zu den Siegern küren.

Wenn das ehemalige Gefängnis mit seinem fünfeckigen Grundriss und einer Höhe von 42 Metern wieder zum Mittelpunkt des Klippensprungsports wird, dann wird es auch der erste Test für die Athleten in kalten europäischen Gewässern sein – eine zusätzliche Herausforderung zum akrobatischen Sprung aus der Höhe eines achtstöckigen Gebäudes.

Neben den 10 fixen Athleten auf der Startliste werden beim zweiten von acht Stopps noch vier Wildcardspringer dabei sein; unter ihnen der Lokalmatador Cyrille Oumedjkane, der schon heiß drauf ist vor Heimpublikum zu springen. Anatoliy Shabotenko (UKR), Jorge Ferzuli (MEX) und der Pole Kris Kolanus vervollständigen das Teilnehmerfeld. Die anmutigen Sprünge, in denen die Klippenspringer Geschwindigkeiten von 85 km/h erreichen, werden von fünf internationalen Wertungsrichtern unter der Leitung des erfahrenen Italieners Claudio de Miro beurteilt.
„Die Kunst des freien Falls” in seiner komplexesten Form kehrt am 17. Mai in den malerischen Hafen
von La Rochelle zurück – erwartet werden kann beeindruckende Action während drei Sekunden
dauerndem freien Fall!

Gesamtwertung nach Stopp 1

1. Gary Hunt | UK | 200
2. David Colturi | USA | 160
3. Orlando Duque | COL | 130
4. Blake Aldridge | UK | 110
5. Andy Jones | USA | 90
6. Artem Silchenko | RUS | 70
7. Miguel Garcia (wildcard) | COL | 60
8. Sergio Guzman (wildcard) | MEX | 50
9. Jorge Ferzuli (wildcard) | MEX | 40
10. Christian Arayon (wildcard) | COL | 30
11. Steven LoBue | USA | 20
12. Jucelino Junior | BRA | 10
13. Jonathan Paredes | MEX | 9

Quelle: quattro media

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