Was 1823 durch Zufall im idyllischen Ort Rugby in Großbritannien entstand, begeistert heute die Massen. Ab 18. September kämpfen die besten Rugby-Mannschaften der Welt wieder um den begehrten Webb Ellis Cup. DailySports hilft Ihnen dabei, Ihre Kenntnisse über Rugby aufzubessern.

Der Legende nach soll Rugby während eines Fußballspiels entstanden sein. Die Mannschaft von William Webb Ellis stand kurz vor einer Niederlage, als dieser den Ball mit den Händen ins Tor der gegnerischen Mannschaft legte. Heute ist die wichtigste Trophäe im Rugbysport, der WM-Pokal, nach ihm benannt. Aufgrund der historischen Entwicklung wird Rugby heute in zwei verschiedenen Varianten gespielt: Das weiter verbreitete Rugby Union, das auch bei der WM gespielt wird, und das selten gespielte Rugby League, bei dem im Gegensatz zu Rugby Union, wo 15 Leute pro Team spielen, nur 13 Spieler auf dem Feld stehen. Aus der Rugby Union-Variante wurde eine noch schnellere und intensivere Disziplin entwickelt, die 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro unter dem Zuckerhut ihre Premiere feiert: Rugby Sevens, mit nur sieben Spielern pro Mannschaft

Besonders populär ist Rugby in vielen Teilen des britischen Commonwealth und in einigen Nationen der südlichen Hemisphäre. Europas führende Nationen sind etwa Frankreich, England, Wales, Irland, Schottland und Italien, während Rugby auch in Neuseeland, Australien, Südafrika und Argentinien hoch angesehen ist. Rugby gilt vor allem in Nationen, in denen es eine große Tradition hat, als eine Sportart des „Establishment“ und wird deshalb hauptsächlich von der Oberschicht, an Privatschulen und an Gymnasien gespielt.

Unabhängig davon, welche Variante gespielt wird, eines haben alle gemeinsam: den Ball, der die Form eines verlängerten Rotationsellipsoides hat. Das Ziel des Spiels ist ganz simpel: Den Ball am Gegner vorbeitragen oder kicken und dadurch Punkte erzielen. Um zu punkten, gibt es vier Möglichkeiten. Die erste Option, der Versuch (Try), wird dann erzielt, wenn es einem Team gelingt, den Ball im Malfeld des Gegners auf dem Boden abzulegen. Anschließend hat die erfolgreiche Mannschaft die Gelegenheit, den ruhenden Ball von einem beliebigen Punkt auf einer gedachten Linien parallel zur Seitenauslinie durch den Punkt, an dem der Versuch gelegt wurde, zwischen die H-förmigen Stangen und über die Querstange zu treten. Dabei spricht man von der sogenannten Erhöhung, im Rugby-Jargon auch als Conversion bezeichnet. Die dritte Variante zu Punkten, ist der Sprungtritt (Dropkick), dabei tritt ein Spieler den Ball, der vorher den Boden berührt haben muss, aus dem laufenden Spiel heraus zwischen die Malstangen und über die Querstange. Letztlich gibt es auch noch für einen erfolgreich ausgeführten Straftritt Punkte, der an dem Punkt ausgeführt wird, an dem ein schwerer Regelverstoß der gegnerischen Mannschaft stattfand. Besonders zu beachten ist in jedem Fall, dass der Ball nicht durch Passen nach vorne befördert werden darf, sondern lediglich durch treten und tragen. Gepasst werden darf nur nach hinten geworfen und übergeben werden. Hält sich eine Mannschaft nicht daran, muss ein Scrum (Gedränge) aufgeführt werden, bei dem acht Spieler jedes Teams „um den Ball schieben“.

In Österreich wird der Rugbysport von einer kleinen, aber sehr feinen Familie gespielt. Zu den erfolgreichsten Vereinen der österreichischen Rugby-Szene gehören die Rugby Union Donau Wien und der Vienna Celtic RFC. Speziell die Rugby Union Donau Wien konnte durch gute Ausbildung des Nachwuchses zuletzt vier Spieler in Südafrika etablieren, dabei steht Max Freydell sogar die Möglichkeit offen, im Team der Sharks aus Durban zu spielen und so den Weg eines Rugbyprofis zu beschreiten. Die Nationalteams hinken im internationalen Vergleich, sowohl im Rugby Union, als auch im künftig olympischen 7er-Rugby hinterher.

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