Artem Silchenko gewinnt den 6. Stopp der Red Bull Cliff Diving World Series 2014, Gary Hunt holt seinen vierten Gesamtsieg.

Der Russe hat in der Hauptstadt des Baskenlandes den vorletzten Stopp der Saison dominiert, dem Briten Gary Hunt genügt jedoch der zweite Platz, um sich den Gesamttitel zurückzuholen, den er in der Saison 2013 dem Russen überlassen musste. Mit einer rapiden Leistungssteigerung springt Kris Kolanus aus Polen zum ersten Mal in seiner World Series Karriere auf das Podium. Vier Runden Klippensprung-Ästhetik aus 27 Metern liefern Bilbao ein unvergessliches Wochenende. Sonnenschein, starke Regenschauer und das ein oder andere Donnergrollen über dem bereits dramatischen Schauplatz am Guggenheim Museum sorgen für eine wahrhaft spektakuläre Veranstaltung, der eine unglaubliche Schar von 52.000 begeisterten Zuschauer an den Fluss “Nervión” unterhalb der “La Salva” Brücke lockt.

Nach einer ernsten Schulterverletzung noch immer im Aufbau, sprang der 30-jährige Russe (522,40 Punkte) zu einem beeindruckenden Sieg – seinem ersten nach dem Finalwettkampf der Saison 2013 in Thailand. Die einzige Höchstnote 10, die Tageshöchstwertung für einen Einzelsprung (173,60 Punkte) und ein großer Sprung in der Gesamtwertung vom fünften auf den zweiten Rang – Artem Silchenko ist der vierte Athlet der aktuellen Saison, der einen Wettkampf für sich entscheiden konnte. Der Mann auf dem zweiten Platz des Podiums war Dauerfavorit Gary Hunt aus England (501,80 Punkte), der sich mit dem heutigen Resultat den vierten World Series Titel in sechs Jahren sicherte. Mit dem größten Sprungtalent aus Polen, Kris Kolanus (460,00 Punkte), ist ein Rookie der Saison 2014 das neue Gesicht in den Top drei.

Die Saison geht dem Ende zu und nur die Top-Fünf der Gesamtwertung qualifizieren sich automatisch für das nächste Jahr, der Kampf um die entscheidenden Punkte ist eng. Der Engländer Blake Aldridge hält nach dem heutigen vorletzten Stopp den fünften Platz, aber Jonathan Paredes ist ihm mit nur 10 Punkten Rückstand (540 Punkte) dicht auf den Fersen. Die Positionen vier bis acht kämpfen noch immer um einen der heißbegehrten Plätze unter den ersten Fünf, die im finalen Wettkampf der Saison 2014 in vier Wochen entschieden werden.

Heute ist ein leidenschaftliches spanische Publikum mit atemberaubenden drei Sekunden Flügen begeistert worden, am 18. Oktober trifft sich die Crème de la Crème des Klippenspringens zum finalen Showdown der Saison noch einmal im mexikanischen Yucatan. Dort werden die World Series Champions bei den Damen und bei den Herren gekrönt.

Gary Hunt (UK): “Ich bin so glücklich. Ich hatte in Portugal einen Ausrutscher, den kann ich jetzt vergessen. Es war ein Wahnsinnsjahr und mit dem Wissen, dass ich den Titel bereits in der Tasche habe, wird es ein Vergnügen sein, in Mexiko zu springen. Die ganze Zeit hier, bin ich wirklich gut gesprungen, und dann habe ich heute meinen härtesten Sprung in der zweiten Runde verfehlt und habe mir dann einen Ruck gegeben. Als ich für meinen letzten Sprung am Ende der Plattform stand, habe ich mir selbst gesagt „stell dir vor, es ist das allerletzte Mal, dass du diesen Sprung machen kannst”, und ich bin wirklich glücklich, wie es dann gelaufen ist. Ich habe den Titel schon vorab gewonnen, und irgendwie ist es jetzt nicht ganz perfekt, weil ich bei diesem Event nicht ganz oben auf dem Podium stehe, aber Artem hat dieses Jahr keinen Titel, deshalb überlasse ich ihm diesen Sieg!”

Artem Silchenko (RUS): “Mein Handstand war großartig – ich habe eine 10 bekommen – und ich bin wirklich glücklich. Meine Kraft kommt zurück, ich habe so hart im Fitnessstudio gearbeitet und ich finde zurück zu meiner Bestform. Ich möchte die Saison nun stark beenden. Mexiko ist der Finalstopp; bis dahin werde ich in Russland trainieren und superfit anreisen. Die Zuschauermenge war verrückt und sehr leidenschaftlich. Ich bin glücklich und ich denke, dass es die Zuschauer auch sind.”

Kris Kolanus (POL): „Es ist ein unglaubliches Gefühl auf dem Podium zu sein. All die harte Arbeit und die Opfer, die ich gebracht habe, sind belohnt worden. Es ist das erste Mal, dass ich alle vier Sprünge gut nach unten gebracht habe. Ich habe hauptsächlich 9er bekommen, also bin ich wirklich glücklich damit. Ich muss an meinem Absprung arbeiten und wer weiß, vielleicht bekomme ich im nächsten Wettkampf eine 10! Ich bin langsam in das Jahr gestartet, habe in Irland einen schlechten Sprung gezeigt und es war wirklich schwer, danach wieder zurück zu kommen. Aber nun bin ich voller Selbstvertrauen.”

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