Vor Heimpublikum gewann der Österreicher Luca Dallago am Samstag das erste Rennen seiner noch jungen Karriere im Ice Cross Downhill. Der gebürtige Steirer setzte sich beim ersten Riders Cup 2015/16 im Wintersportgebiet Wagrain-Kleinarl durch. Nach der Dominanz der Nordamerikaner beim Saisonauftakt vor wenigen Wochen in Quebec City schlugen die Europäer in Österreich zurück und holten zwei von drei Podestplätzen.

Beim ersten Riders Cup Rennen der Saison nutzte der Lokalmatador Luca Dallago seinen Heimvorteil aus und skatete in der schnellsten Sportart auf Kufen der Konkurrenz davon. Im Wintersportgebiet Wagrain-Kleinarl gingen Athleten aus 20 verschiedenen Nationen an den Start.

An einem ungewöhnlich warmen Dezemberabend landete der Kanadier Dylan Moriarity auf Platz zwei. Dritter wurde der Franzose Tristan Dugerdil, Vierter der Kanadier Shayne Renaud. Beim Saisonauftakt in Kanada im vergangenen Monat hatten vor allem die Nordamerikaner das Geschehen dominiert, doch der Abend in Wagrain-Kleinarl gehörte vor allem den Europäern. Mit seinem Sieg holte Dallago 250 WM-Punkte für die Ice Cross Downhill World Championship 2015/16. Nach wie an der Spitze ist der US-Amerikaner Cameron Naasz (1.000 Punkte), der das Red Bull Crashed Ice in Quebec City gewann aber auf einen Start in Wagrain-Kleinarl verzichtete.

„Ich kann es nicht glauben“, freute sich Luca Dallago. „Letztes Jahr hat mein Bruder hier gewonnen. Heute konnte ich die Familienehre verteidigen und hier Zuhause gewinnen. Das war ein tolles Rennen in einer tollen Location. Vor dem Rennen spürte ich schon relativ viel den Druck, doch auf der Strecke ist alles super gelaufen.“

Marco Dallago, Weltmeister 2014 im Ice Cross Downhill und Sieger im vergangenen Jahr beim Riders Cup Rennen in Wagrain-Kleinarl, war erneut Mitorganisator des Events und damit direkt an der Gestalt! ung der 310 m langen Strecke beteiligt, die er zusammen mit Freiwilligen aus dem Boden stampfte. Wegen einer Verletzung vom Red Bull Crashed Ice in Quebec City konnte der Steirer aber dieses Mal nicht selbst an den Start gehen. „Das Rennen war dieses Jahr so viel besser als im vergangenen Jahr – das freut mich total“, so Marco Dallago. 2014 nahmen 115 Skater teil, 2015 waren es schon 220. Außerdem wurde der Kurs umgestaltet, um das Rennerlebnis noch zuschauerfreundlicher zu machen. „Das Publikum war super und es gab sehr viel Action auf der Strecke“, fügte Dallago hinzu.

Bei den Frauen holte sich die Holländerin Michelle Noe den Sieg vor der Französin Sandrine Rangeon und der Österreicherin Veronika Windisch.

Der Riders Cup wurde vergangenes Jahr als zusätzliche Rennen zum Red Bull Crashed Ice ins Leben gerufen, um die Sportart Ice Cross Downhill einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und Nachwuchstalente zu fördern. Im Rahmen der Ice Cross Downhill World Championship 2015/16 finden neben den vier Red Bull Crashed Ice Rennen auch sechs Stopps des Riders Cup statt. Beim Red Bull Crashed Ice werden 1.000 WM-Punkte für den Sieg vergeben, beim Riders Cup bekommt der Sieger 250 WM-Punkte. Der Athlet mit den meisten WM-Punkten nach drei der vier Red Bull Crashed Ice Rennen und drei der sechs Riders Cup Rennen wird zum Ice Cross Downhill World Champion 2015/16 gekürt.

Das nächste Rennen der Ice Cross Downhill World Championship findet am 8./9. Januar 2016 in München, Deutschland, statt.

One Comment

  1. Servus und schöne Grüße aus der Nähe von Salzburg. Auch wir waren vor Ort in Wagrain und müssen Marco samt seinem Team, großen Respekt zollen, für das was sie dort auf die Beine gestellt haben. Strecke in bester Verfassung, gekrönt mit dem Sieg von Luca. Schade ist es nur, dass eine der Welttopfahrerinnen aus Österreich Alice Zenz- Lady Wonderland, die letztjährige Gewinnerin, nicht ihre ganze Stärke in der Heimat zeigen durfte. Aber wie man sie kennt, spornt sie das nur für die weiteren Wettkämpfe an. Gratulation auch an unsere Ex- Short Track Fahrerin Vroni Windisch aus Graz, die abermals am Stockerl als Zweite stand. Besonders erwähnenswert waren auch die Jüngsten der Jungen. Icecracks von den Austrian/ Grazer Flyers zeigten wie die Großen ihr Können und waren mit ihren Zeiten nicht weit entfernt ( Zeiten um Top 80 wurden erreicht). Da sieht man wieder, wie eine gute Grundbasis wichtig ist. Man muß nämlich wissen, dass beim Nachwuchs die Dallagos nicht ganz unschuldig sind und Franz, der Chiefcoach schon Weltmeister trainiert hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Sommer, wenn ich die Kinder im Sommer besuchen werde.
    Vielen Dank für den Bericht über Wagrain. Bei solchen Strecken und solch‘ einem Nachwuchs, brauchen sich Marco und Luca keine Sorgen um ihre Nachfolger machen, die üben schon fleissig.
    Toi, toi, toi für die Zukunft wüscht
    Markus Gust/ Ex-Extremsportler und Kinderbuchautor

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