Zum Beginn der zweiten Saisonhälfte der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 ist der Österreicher Hannes Arch genau in jener Position, die er am liebsten mag: in der Rolle des Jägers, in Schlagdistanz zum Führenden – derzeit der Brite Paul Bonhomme. Vom zweiten Gesamtrang aus will der Steirer beim Heimrennen seines Rivalen auftrumpfen und nach Siegen in Rovinj und Budapest den Hattrick schaffen. Im Samstags-Qualifying hatte der Steirer jedoch Probleme, musste den ersten Run abbrechen und konnte beim zweiten wegen einem Defekt am Motor nicht starten. Somit geht er am Sonntag gegen Paul Bonhomme im direkten Duell ins Rennen. Der Lokalmatador dominierte das Qualifying dank einer bravourösen Vorstellung.

Das britische Wetter rund um die königliche Pferderennbahn in Ascot hat die Piloten der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 ein wenig auf die Folter gespannt. Anhaltender Regen am Freitag machte die Landung auf der Graslandebahn unmöglich, deshalb konnte das einzige Training des Wochenendes erst am Samstagvormittag vor dem Qualifying durchgeführt werden. Der Österreicher Hannes Arch flog die zweitbeste Trainingszeit hinter Matt Hall (AUS). Der 47-jährige Steirer will sich heuer nicht nur für seine Niederlage im vergangenen Jahr und den britischen Doppel-Heimerfolg von Paul Bonhomme und Nigel Lamb revanchieren, sondern mit den Siegen bei den letzten beiden Rennen in Rovinj und Budapest den Hattrick in Ascot holen!

Start einzigartig in Ascot
Was den Rennkurs vor den Toren Londons in Ascot einzigartig macht, ist der stehende Start. Die Piloten gehen direkt vom Boden ins Rennen und müssen gleich durch das Start Gate hindurch in Richtung der vertikalen Wende an Gate 2 fliegen. Ihnen bleiben nur rund 700 Meter, um die Renngeschwindigkeit zu erreichen. Auf diese Weise wird nur in Ascot gestartet. Dabei kommt es insbesondere auch auf den jeweiligen Techniker an, der die Maschine auf die Gegebenheiten optimal abstimmen muss.

Arch blieb am Boden
Der fünfte Stopp der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 ist gleichzeitig das Heimrennen des aktuell WM-Führenden Paul Bonhomme. Er hat einen knappen Vorsprung von fünf Punkten auf seine härtesten Konkurrenten Hannes Arch und den Australier Matt Hall. Ein spannender Kampf um die Spitze ist den britischen Fans, die bereits am Samstag die Tribünen der Pferderennbahn füllten, sicher. In seinem ersten Run des Qualifyings entschloss sich Hannes Arch zu einem „Safety Climb Out“. Er brach den Flug ab, weil er laut eigenen Angaben ein wenig zu hoch gewesen sei und sich nicht wohl gefühlt habe, zu diesem Zeitpunkt weiterzufliegen. Noch dicker kam es vor dem zweiten Run, der einzigen Chance, sich für das Rennen eine gute Ausgangsposition zu sichern. Der Österreicher musste wegen einem defekten Motor am Boden bleiben: „Ich wollte unbedingt eine schnelle Zeit fliegen. Es ist frustrierend, wenn der Motor nicht startet, aber so ist das Leben“, blickt Hannes Arch einer schwierigen Aufgabe am Renntag entgegen, bei dem er im ersten Duell der „Round of 14“ gegen Paul Bonhomme kämpfen muss. Der Leader schnappte sich vor heimischem Publikum den ersten Platz im Qualifying, vor Matt Hall (AUS) und Martin Sonka (CZE).

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